Nach den Worten einer ermittelnden Kriminalbeamtin habe der Angeklagte seine Kunden „regelrecht gemolken“. Laut Anklage soll er vor allem ältere, teils hochbetagte Bankkunden gezielt um hohe Geldbeträge gebracht haben. In 179 nicht verjährten Fällen wirft die Staatsanwaltschaft dem Angeklagten Betrug und Untreue vor – der Gesamtschaden beläuft sich auf über zwei Millionen Euro.
Auch zwei frühere Bekannte des Angeklagten geraten in den Fokus der Ermittler. Ihnen wird Geldwäsche vorgeworfen, weil sie angeblich geholfen haben sollen, die erbeuteten Summen zu verschleiern.
Der Angeklagte hatte zu Prozessbeginn ein weitgehendes Geständnis abgelegt und angekündigt, Immobilien in Schweinfurt und Spanien zu verkaufen. Mit den Erlösen sollen Teile des Schadens ersetzt werden.
Die Verhandlung wird in den kommenden Tagen fortgesetzt. Ein Urteil wird Ende August erwartet.