Unter dem Titel „Sprechen mit und über Russlanddeutsche“ lädt der Oberbürgermeisterkandidat Ralf Hofmann am Sonntag, 8. Februar 2026, zu einer besonderen Lesung und Diskussionsveranstaltung nach Schweinfurt ein. Zu Gast ist die Journalistin, Autorin und Bloggerin Ira Peter, die aus ihrem Buch „Deutsch genug? Warum wir endlich über Russlanddeutsche sprechen müssen“ lesen wird.
Ira Peter setzt sich darin kritisch mit Vorurteilen gegenüber Russlanddeutschen auseinander und beleuchtet die Geschichte von rund 2,5 Millionen Russlanddeutschen, die heute in Deutschland leben. Sie thematisiert dabei auch die Folgen einer aus ihrer Sicht verfehlten Integrationspolitik. Peter kam als Kind aus Kasachstan nach Deutschland und lebt heute in Mannheim. Für ihre journalistische Arbeit wurde sie mehrfach ausgezeichnet.
Vorurteile und Realität
Auch in Schweinfurt leben viele Menschen mit russlanddeutschem Hintergrund. Sie sehen sich immer wieder pauschalen Zuschreibungen ausgesetzt – etwa, sie würden geschlossen rechts wählen, ausschließlich Russisch sprechen oder den russischen Präsidenten unterstützen. Diesen Vorurteilen möchte Ira Peter Fakten, Hintergründe und persönliche Erfahrungen entgegensetzen.
Moderation durch Ella Schindler
Moderiert wird die Veranstaltung von der Journalistin Ella Schindler, die aus der Ukraine stammt und deren Familie Verfolgungen von unterschiedlichen Seiten erlebt hat. Schindler hat eine besondere Verbindung zu Schweinfurt, da ihre Mutter hier lebt. Im Jahr 2024 wurde sie mit dem Frauenpreis der Stadt Nürnberg ausgezeichnet, weil sie mit ihrer Lebensgeschichte ein Vorbild für eingewanderte Menschen sei.
Einladung zum offenen Austausch
Die Veranstaltung findet am Sonntag, 08.02.2026, um 17 Uhr im Gut Deutschhof statt. Der Eintritt ist frei. Ralf Hofmann lädt alle Interessierten ausdrücklich zum Mitdiskutieren ein:
„Menschen, deren Wurzeln im russischsprachigen Bereich liegen, sind ein fester und wertvoller Bestandteil der Gesellschaft in Schweinfurt. Wir müssen lernen, uns gegenseitig besser zu verstehen und zu respektieren.“
Neben den Beiträgen von Ira Peter und Ella Schindler sollen auch Stimmen aus dem Publikum zu Wort kommen – insbesondere von Menschen, die das Thema „Deutsch genug“ aus eigener biografischer Perspektive betrachten.
