Einsatzkräfte der Kontrolleinheit Verkehrswege (KEV) des Hauptzollamts Schweinfurt haben an der Autobahnraststätte Würzburg-Süd einen gefährlichen Lebensmitteltransport aus dem Verkehr gezogen. Rund 70 Kilogramm leicht verderbliche Ware wurden ohne jegliche Kühlung in einem Pkw mit rumänischer Zulassung transportiert.
Kühlkette massiv unterbrochen
Bei der Kontrolle entdeckten die Zöllner im Kofferraum unter anderem Tiefkühlpizzen und Arancini. Nach ersten Feststellungen war die vorgeschriebene Kühlkette bereits deutlich unterbrochen.

Die weiteren Ermittlungen ergaben, dass die Ware zuvor in Würzburg von einem Kurier übernommen worden war. Ziel war offenbar der gewerbliche Weiterverkauf in einem Bistro im Raum Nürnberg.
Vernichtung angeordnet
Wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen lebensmittelrechtliche Vorschriften wurde umgehend der Fachbereich Verbraucherschutz, Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung der Stadt Würzburg hinzugezogen.
Die Experten ordneten die sofortige Vernichtung der gesamten Ladung an. Gegen die Verantwortlichen wurde ein Verfahren eingeleitet. Es drohen rechtliche Konsequenzen sowie Bußgelder.
„Verdorbene Lebensmittel im gewerblichen Verkauf sind kein Kavaliersdelikt. Unser Eingreifen hat hier eine konkrete Gesundheitsgefahr für die Verbraucher verhindert“, erklärt Benedikt Danz, Sprecher des Hauptzollamts Schweinfurt.
Zoll leistet wichtigen Beitrag zum Verbraucherschutz
Die Kontrolleinheit Verkehrswege des Zolls ist rund um die Uhr auf Autobahnen und Bundesstraßen im Einsatz. Neben der Bekämpfung von Schmuggel – etwa von Drogen, Waffen oder unversteuerten Zigaretten – tragen die Beamten durch ihre Kontrollen wesentlich zum Verbraucherschutz bei.
In diesem Fall konnte durch das Einschreiten des Zolls verhindert werden, dass möglicherweise gesundheitsgefährdende Lebensmittel in den Verkauf gelangen.