Am Dienstag kam es im Raum Main-Rhön zu mehreren versuchten Betrugsfällen durch sogenannte Callcenter. Die Täter gaben sich am Telefon als Polizeibeamte aus und versuchten insbesondere ältere Menschen um ihr Erspartes zu bringen.
Nach Angaben der Polizei täuschten die Anrufer dramatische Situationen vor: Angeblich habe ein naher Angehöriger einen schweren Unfall verursacht oder sei festgenommen worden. Um eine Haftstrafe abzuwenden, sollte kurzfristig eine hohe Geldsumme gezahlt werden.
Glücklicherweise reagierten die angerufenen Seniorinnen und Senioren richtig: Sie wurden misstrauisch und ließen sich nicht auf die Forderungen ein. Ein finanzieller Schaden konnte so verhindert werden.
Die Kriminalpolizei Würzburg hat die Ermittlungen aufgenommen und warnt eindringlich vor dieser Betrugsmasche.
Polizei gibt klare Verhaltenstipps
Um sich vor solchen Betrügern zu schützen, rät die Polizei:
- Legen Sie sofort auf und wählen Sie selbst die 110, um den Sachverhalt zu prüfen
- Die Polizei fordert niemals Geld oder Schmuck am Telefon
- Keine Übergabe von Bargeld oder Wertsachen an Unbekannte
- Keine Abholung durch die Polizei an der Haustür
- Misstrauen bei angezeigter Nummer: Durch sogenanntes „Call ID-Spoofing“ können Täter beliebige Nummern anzeigen lassen
- Sprechen Sie mit Angehörigen über diese Betrugsmasche
Präventionskampagnen in Unterfranken
Bereits seit 2020 setzt das Polizeipräsidium Unterfranken auf Aufklärung. Mit Kampagnen wie „Leg’ auf!“, „Ich schütze Oma und Opa“ und „Chill mal Oma“ sollen insbesondere ältere Menschen und deren Umfeld sensibilisiert werden.
Weitere Infos und Materialien:
https://www.polizei.bayern.de/unterfranken/schuetzen-und-vorbeugen/praevention/index.html