Zwei junge Auszubildende besprechen mit einem Ausbilder Unterlagen in einer Werkstatt
In Schweinfurt sind nach Angaben der IG BAU noch 246 Ausbildungsplätze unbesetzt. Foto: KI-generiert

Noch 246 Ausbildungsplätze in Schweinfurt frei: IG BAU macht jungen Menschen Mut

Schweinfurt -

Wer bislang noch keinen Ausbildungsplatz gefunden hat, kann auch kurz vor Beginn des neuen Ausbildungsjahres erfolgreich sein. Nach Angaben der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt sind in Schweinfurt derzeit noch 246 Ausbildungsplätze unbesetzt. Die IG BAU Mainfranken beruft sich dabei auf aktuelle Zahlen der Bundesagentur für Arbeit.

Das Angebot der Betriebe umfasse zahlreiche unterschiedliche Berufe. Michael Groha, Vorsitzender der IG BAU Mainfranken, ermutigt junge Menschen ohne Berufsabschluss, die verbleibenden Chancen auf dem Ausbildungsmarkt zu nutzen.

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„Wichtig ist, sich einen Ruck zu geben und jetzt einen Ausbildungsbetrieb zu suchen. Denn mit einer Ausbildung in der Tasche sind die Jobs, die man ein Berufsleben lang macht, in der Regel sicherer und vor allem auch deutlich besser bezahlt“, erklärt Groha.

70 Prozent der jungen Arbeitslosen ohne Berufsabschluss

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes haben in Bayern rund 297.000 junge Erwachsene zwischen 20 und 34 Jahren weder eine abgeschlossene Berufsausbildung noch einen Ausbildungsplatz.

Auch die Situation in Schweinfurt sieht die Gewerkschaft mit Sorge: Rund 70 Prozent der Arbeitslosen unter 25 Jahren besitzen laut Arbeitsagentur keinen Berufsabschluss. Gerade diese jungen Menschen sollten sich nach Auffassung der IG BAU noch einmal intensiv mit den vorhandenen Ausbildungsmöglichkeiten beschäftigen.

Viele Ausbildungen beginnen im August oder September. Ein verspäteter Einstieg sei jedoch keineswegs ausgeschlossen. Manche Unternehmen würden auch im Oktober noch neue Auszubildende einstellen, betont Groha.

Berufsberatung und Jugendberufsagentur nutzen

Wer noch unsicher ist, welcher Beruf zu den eigenen Fähigkeiten und Interessen passt, sollte nach Empfehlung der Gewerkschaft eine Berufsberatung in Anspruch nehmen. Unterstützung bietet unter anderem die Jugendberufsagentur. Informationen sind unter www.servicestelle-jba.de erhältlich.

Auch die Bundesagentur für Arbeit informiert vor Ort und digital über Ausbildungsberufe, freie Stellen und berufliche Perspektiven. Das entsprechende Angebot ist unter www.arbeitsagentur.de/bildung zu finden.

Die IG BAU empfiehlt außerdem, direkt auf Unternehmen zuzugehen und nach freien Ausbildungsplätzen oder einem Praktikum zu fragen. Persönliche Initiative könne Türen öffnen, selbst wenn eine Stelle nicht öffentlich ausgeschrieben sei.

Bei der Wahl des Ausbildungsbetriebes sollten junge Menschen nicht allein auf den Beruf achten. Wichtig seien ebenso die Qualität der Ausbildung, eine faire Bezahlung und die beruflichen Perspektiven nach dem Abschluss. Die Gewerkschaft rät deshalb dazu, möglichst Betriebe auszuwählen, die nach einem Tarifvertrag ausbilden und bezahlen.

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