Ein Auto fährt bei Schneefall auf winterlicher Straße an einem Verkehrsschild vorbei, das den Wechsel von Sommer- auf Winterreifen anzeigt

ADAC gibt wichtige Tipps für den saisonalen Reifenwechsel

Region -

Zweimal im Jahr steht für viele Autofahrer der Wechsel von Sommer- auf Winterreifen oder umgekehrt an. Da die Werkstattpreise in den vergangenen Jahren stark gestiegen sind und mittlerweile schnell über 100 Euro betragen können, entscheiden sich viele, den Räderwechsel selbst zu Hause durchzuführen. Der ADAC warnt jedoch: Ohne das richtige Werkzeug und technisches Wissen kann das riskant werden.


Das richtige Werkzeug ist entscheidend

Für einen sicheren und korrekten Räderwechsel sind bestimmte Werkzeuge notwendig.
Der ADAC empfiehlt:

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  • Hochwertiger Wagenheber mit ausreichender Traglast (kein Bordwerkzeug verwenden)

  • Unterstellbock für zusätzliche Sicherheit

  • Radkreuz und Drehmomentschlüssel zum fachgerechten Anziehen der Radschrauben

  • Drahtbürste, um die Radaufnahme zu reinigen

Während des Wechsels sollte eine Sichtkontrolle der Reifen erfolgen: auf Beschädigungen, ungleichmäßige Abnutzung oder Verformungen. Nach der Montage müssen alle Räder mit dem vom Hersteller vorgeschriebenen Drehmoment angezogen werden. Abschließend ist der Luftdruck zu prüfen und korrekt einzustellen.


Reifendruckkontrollsysteme richtig handhaben

Nahezu alle modernen Fahrzeuge sind mit einem Reifendruckkontrollsystem (RDKS) ausgestattet. Es gibt zwei Varianten:

  1. Passives System

    • Überwacht Reifendruck über Raddrehzahlsensoren

    • Warnt bei Druckverlust

    • Nach dem Einstellen des Luftdrucks muss das System neu angelernt werden (per Taste oder Bordmenü)

  2. Aktives System

    • Nutzt Sensoren in den Felgen zur Messung

    • Erfordert oft eine Kalibrierung nach dem Räderwechsel

    • Kalibrierung kann mit einem günstigen Gerät aus dem Handel selbst durchgeführt werden

Bei aktiven Systemen zeigt das Bordmenü für jeden Reifen den Luftdruck an, so lässt sich die Kalibrierung leicht überprüfen.


Nach dem Wechsel: Kontrolle nicht vergessen

In den ersten Kilometern nach dem Räderwechsel sollten Autofahrer besonders aufmerksam sein.
Wichtige Schritte:

  • Nach 50 Kilometern alle Radschrauben bzw. -muttern nachziehen

  • Auf ungewöhnliche Geräusche, Vibrationen oder Fahrverhalten achten

  • Bei Vibrationen (z. B. im Lenkrad) kann ein Nachwuchten notwendig sein


Sicherheit geht vor

Der ADAC rät, den Räderwechsel nur dann selbst durchzuführen, wenn ausreichend technisches Know-how vorhanden ist. Wer sich unsicher fühlt, sollte mehrere Angebote von regionalen Werkstätten einholen – häufig sind diese günstiger als Vertragswerkstätten, ohne Abstriche bei der Sicherheit.

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