Das Umweltamt möchte die Bevölkerung für die begrenzte Ressource sensibilisieren. Bereits mit einfachen Veränderungen im Alltag und bei der Gartenpflege lässt sich der Wasserverbrauch deutlich reduzieren.

Unnötigen Wasserverbrauch vermeiden
Das Landratsamt bittet darum, Pflanzen nicht während der heißen Mittagszeit zu gießen. Ein beträchtlicher Teil des Wassers verdunstet unmittelbar und erreicht die Wurzeln nicht. Notwendige Bewässerungsmaßnahmen sollten deshalb ausschließlich am frühen Morgen oder späten Abend stattfinden.
Hofeinfahrten, Gehwege und Terrassen sollten nicht mit Wasser abgespritzt, sondern mit einem Besen gereinigt werden. Auch beim Zähneputzen oder Einseifen der Hände sollte der Wasserhahn nicht ungenutzt laufen.
Von einer dauerhaften Gartenbewässerung mit Rasensprengern rät das Landratsamt ebenfalls ab. Selbst während der Nacht geht dabei viel Wasser durch Verdunstung verloren.
Garten seltener, aber intensiver bewässern
Kreisgartenfachberaterin Brigitte Goss empfiehlt, bepflanzte Flächen seltener, dafür aber gründlich zu bewässern. Häufiges und kurzes Gießen führt lediglich zu einem flachen Wurzelwachstum. Die Pflanzen werden dadurch anfälliger für Trockenheit.
Humusreiche Böden können Wasser besser aufnehmen und länger speichern. Offene Bodenflächen sollten deshalb möglichst mit organischem Material wie Rasenschnitt, Laub oder Ernteresten bedeckt werden. Das Mulchen schützt den Boden vor Austrocknung und unterstützt gleichzeitig die Humusbildung.
Beim Gießen sollte das Wasser nicht auf die Blätter, sondern direkt auf den Boden rund um die Pflanzen gegeben werden. Automatische Systeme mit Tropf-, Perl- oder Schwitzschläuchen verteilen das Wasser gezielt und reduzieren Verluste.
Wer einen Gartenschlauch verwendet, kann die Zeit messen, die zum Befüllen einer Zehn-Liter-Gießkanne benötigt wird. Dadurch lässt sich besser einschätzen, wie viel Wasser tatsächlich auf eine Fläche gelangt.
Rasen und Blühwiesen vor Austrocknung schützen
Rasen sollte während trockener Perioden nicht zu kurz gemäht werden. Eine Höhe von fünf bis sieben Zentimetern schützt den Boden und lässt das Gras weniger schnell austrocknen.
Blühwiesen sollten während sommerlicher Hitzephasen möglichst nicht gemäht werden. Die hohen Stiele und Halme fangen Tauwasser auf und helfen den Pflanzen, länger Feuchtigkeit zu speichern.
Bei Regen sollte möglichst viel Wasser in Zisternen oder Regentonnen gesammelt werden. Dieses Wasser kann später für die Gartenbewässerung verwendet werden.
Auch im Haushalt Wasser sparen
Wasserleitungen und Gartenschläuche sollten regelmäßig auf undichte Stellen kontrolliert werden. Tropfende Wasserhähne und nachlaufende Toilettenspülungen sollten möglichst schnell repariert werden, damit nicht dauerhaft Wasser verloren geht.
Waschmaschinen und Geschirrspüler sollten erst eingeschaltet werden, wenn sie vollständig beladen sind. Auch diese einfachen Maßnahmen tragen dazu bei, den täglichen Wasserverbrauch zu senken.