Torraumszene im Spiel der Mighty Dogs Schweinfurt bei der EA Schongau mit mehreren Spielern vor dem Tor
Die Mighty Dogs Schweinfurt erarbeiteten sich zahlreiche Chancen vor dem Tor der EA Schongau, blieben in entscheidenden Situationen jedoch ohne Erfolg. Foto: Verein

Chancen da, Punkte weg: Mighty Dogs verlieren turbulentes Spiel in Schongau

Schweinfurt -

Es war eine ereignisreiche Woche für beide Vereine. Bei den Mighty Dogs Schweinfurt gab es einen Abgang, der umgehend mit der Verpflichtung von Arturs Homjakovs kompensiert wurde. Bei der EA Schongau hingegen wurde am Donnerstagabend Cheftrainer Christian Kratzmaier freigestellt. Interimsweise übernahm Ty Morris das Kommando – und neue Besen kehren bekanntlich gut. Dies bekamen die Unterfranken am Freitagabend deutlich zu spüren.

Während man im Schweinfurter Lager von einem gebrauchten Tag sprach, traf dies nicht nur auf die Mighty Dogs zu. Sämtliche Teams aus den Top Vier verloren ihre Spiele. Neben der Niederlage der Schweinfurter sorgten auch das 1:2 der Königsbrunner in Dingolfing sowie das 4:7 des TEV Miesbach beim EC Pfaffenhofen für Überraschung. Die Devils Ulm unterlagen zwar ebenfalls dem EHC Klostersee, sicherten sich aber immerhin einen Punkt nach sechzig Minuten.

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Größter Nutznießer dieses außergewöhnlichen Spieltags war der ESC Kempten, der den kommenden Gegner der Mighty Dogs, den ESV Burgau, knapp mit 6:5 bezwang. Auch Waldkraiburg (7:1 gegen Geretsried) und Dingolfing rückten näher an die Top Vier heran. Verlierer des Spieltags war ohne Zweifel der HC Landsberg, der das Derby gegen den ESV Buchloe mit 1:4 verlor. Für ein echtes Torfestival sorgte zudem Peißenberg, das den ERSC Amberg mit 15:2 aus dem Stadion fegte.

Torloses erstes Drittel mit hohem Tempo

Sergej Waßmiller und Semjon Bär konnten in Schongau bis auf Moritz Schlick auf den kompletten Kader zurückgreifen, auch Neuzugang Homjakovs stand im Aufgebot. Das erste Drittel verging wie im Flug. Beide Teams agierten mit hohem Tempo, erspielten sich Chancen und zwangen die Torhüter immer wieder zu starken Paraden. Trotz zahlreicher Abschlüsse blieb es nach 20 Minuten beim 0:0.

Schongau effizienter im Mittelabschnitt

Mit Beginn des zweiten Drittels legten die Mighty Dogs stark los. In den ersten Minuten spielte fast ausschließlich Schweinfurt, doch Daniel Blankenburg im Tor der Mammuts zeigte eine starke Leistung. In der 31. Minute nutzten die Hausherren dann ihre erste echte Gelegenheit: Nach einem gewonnenen Bully fälschte Grayden Gottschalk einen Schuss von Lucas Spindler unhaltbar zum 1:0 ab.

Fünf Minuten später der verdiente Ausgleich: Tomas Cermak traf nach Pass von Petr Pohl im Powerplay zum 1:1. Die große Chance zur Führung ließen die Dogs jedoch ungenutzt, stattdessen folgte ein Konter der Mammuts. Lucas Kleider konnte Lukas Skvarek nur regelwidrig stoppen – der fällige Penalty saß, 2:1 für Schongau. Kurz vor der Pause erhöhte Dominik Krabbat auf 3:1.

Aufholjagd – und die entscheidende Auszeit

Im Schlussdrittel zeigten die Mighty Dogs Moral. Josef Dana verkürzte in der 47. Minute per Bauerntrick auf 3:2, nur zwei Minuten später glich Tomas Cermak nach Vorarbeit von Homjakovs und Kristers Donins zum 3:3 aus. Doch die Antwort der Mammuts folgte prompt. Interimscoach Ty Morris nahm unmittelbar nach dem Ausgleich eine Auszeit – mit Wirkung. Dominik Krabbat traf wenig später zur erneuten Führung.

Sieben Minuten vor dem Ende erhöhte Lukas Skvarek mit seinem zweiten Treffer auf 5:3. Schweinfurt nahm daraufhin Leon Pöhlmann vom Eis und brachte Benny Roßberg, doch eine Wende blieb aus. Am Ende stand ein 5:3-Erfolg für Schongau, der aufgrund der besseren Chancenverwertung nicht unverdient war.

Blick nach vorne

Trotz der Niederlage behaupten die Mighty Dogs dank der Patzer der direkten Konkurrenz weiterhin Rang zwei in der Tabelle. Am Sonntag gastiert Tabellenletzter Burgau im Icedome, der von zahlreichen Fans begleitet wird. Auch wenn die Rollen auf dem Papier klar verteilt sind, ist volle Konzentration gefragt. Gelingt es den Dogs, ihre Chancen konsequenter zu nutzen, stehen die Zeichen gut, dass am Sonntagabend wieder drei Punkte eingefahren werden.

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