Das vom Bundeskabinett verabschiedete Modernisierungsgesetz zur Wehrpflicht ist nach Ansicht der FREIEN WÄHLER Bayern eine vertane Chance. Statt die Bundeswehr personell zu stärken und die Zivilgesellschaft zu festigen, habe die Bundesregierung lediglich einen Kompromiss vorgelegt. Aus Sicht der FREIEN WÄHLER braucht es jedoch ein konsequentes „Gesellschaftsjahr für alle“.
Hans Martin Grötsch, stellvertretender Landesvorsitzender und Bundeswehrsoldat, betont: „Wir brauchen keinen bürokratischen Flickenteppich, sondern eine nachhaltige Lösung. Das Gesetz verschleppt die Debatte und liefert keine Antworten auf die Herausforderungen unserer Zeit.“
Das Konzept der FREIEN WÄHLER sieht einen verpflichtenden Dienst für junge Menschen vor – nicht nur bei der Bundeswehr, sondern auch in sozialen Einrichtungen, im Zivil- und Katastrophenschutz sowie bei Blaulichtorganisationen. Frauen wie Männer sollen gleichermaßen einbezogen werden.
Mehr als Pflicht: Vorteile für junge Menschen
Neben dem gesellschaftlichen Nutzen sollen junge Menschen auch individuell profitieren. Vorgeschlagen sind:
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ein vollwertiger Rentenpunkt,
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Vorteile bei Studien- und Stipendienvergaben,
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Bonuszahlungen für Meister- und Weiterqualifikationen,
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sowie eine faire Vergütung.
Auch für ältere Jahrgänge soll ein freiwilliges Gesellschaftsjahr mit attraktiven Vorteilen möglich sein.
Sicherheit und Zusammenhalt stärken
Die FREIEN WÄHLER warnen, dass das aktuelle Wehrgesetz keine Absicherung für den Fall fehlender Freiwilliger vorsieht. Dadurch drohe im Ernstfall ein fataler Zeitverlust. Zudem kritisieren sie die Überlastung weniger Standorte und Ausbilder, während gleichzeitig zu viele Kommandobehörden und zu wenige Soldaten an der Basis existierten.
Seit 2016/2017 setzen sich die FREIEN WÄHLER für eine Reaktivierung der Dienstpflicht ein. Grötsch verweist auf breite Unterstützung: Selbst Karl-Theodor zu Guttenberg und Gregor Gysi hätten sich in ihrem gemeinsamen Podcast für ein Gesellschaftsjahr ausgesprochen.
„Unser Vorschlag ist überparteilich und alternativlos“, so Grötsch. „Nur ein Gesellschaftsjahr für alle schafft Sicherheit und stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt nachhaltig.“