24. Mai 2024

Internationale Gäste nutzen Flusskreuzfahrten für eine Stippvisite im Fränkischen Weinland

Flusskreuzfahrtreisen entlang des Mains haben auch 2023 viele internationale Gäste in die Region gelockt. Das Hotel schwimmt mit und die Gäste entdecken bei einer Stippvisite Land und Leute – eine Wiederkehr für einen längeren Aufenthalt ist dabei nicht ausgeschlossen. Foto: FWL GMBH / Maiberger
Flusskreuzfahrtreisen entlang des Mains haben auch 2023 viele internationale Gäste in die Region gelockt. Das Hotel schwimmt mit und die Gäste entdecken bei einer Stippvisite Land und Leute – eine Wiederkehr für einen längeren Aufenthalt ist dabei nicht ausgeschlossen. Foto: FWL GMBH / Maiberger
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FRÄNKISCHES WEINLAND / WÜRZBURG – 2023 wurden in Würzburg, Wertheim, Karlstadt, Schweinfurt, Kitzingen und Volkach zusammen 1804 Liegetermine für Flusskreuzfahrtschiffe mit nationalen und internationalen Gästen gezählt. Die TOP 3-Liste der Liegetermine in den beteiligten Orten im Fränkischen Weinland sieht wie folgt aus: Würzburg (1.), Wertheim (2.) und Karlstadt (3.)!

Diese Zahlen gehen aus einer Umfrage der touristischen Dachmarketingorganisation Fränkisches Weinland Tourismus GmbH mit Sitz in Würzburg hervor. Insgesamt hat die touristische Dachmarketingorganisation über fünf Landkreise hinweg 87 Partner-Orte in der Region – sechs davon betreiben selbst oder mit Partnern eigene Liegestellen für Flusskreuzfahrtschiffe. Die Umfrage wurde erstmalig durchgeführt. Nach Pandemieende war es die erste reguläre Saison ohne Kapazitäts- und Reiseeinschränkungen an Bord der Schiffe.

Würzburg notierte im Jahr 2023 951 Anlegungen von Flusskreuzfahrtschiffen. Die Zahl stieg gegenüber dem Vorjahr um knapp 8 %. Auch in Wertheim dem Tor zum Fränkischen Weinland gab es einen Zuwachs von knapp 8 %. Dort waren es 507 Liegetermine. Karlstadt im Landkreis Main-Spessart belegt Platz 3. mit 154 Schiffen und erreicht damit nahezu das Niveau des Vorjahres. Im Landkreis Schweinfurt ist die Stadt Schweinfurt ein beliebtes Anlaufziel für Flusskreuzfahrtschiffe. 88 Stopps wurden dort gezählt. Laut Aussage des örtlichen Tourismusverbands Schweinfurt 360 Grad ein Plus gegenüber 2022. Schweinfurt zeigt sich über die Kontinuität der Reedereien zufrieden – diese hat sich in den letzten Jahren weiterentwickelt . Für Führungen innerhalb der Stadt und der Region kommen wie vielerorts örtliche Gästeführer zum Einsatz. Schweinfurt ist gerade bei amerikanischen Reedereien aufgrund seiner amerikanischen Militärgeschichte ein Ankerpunkt auf einer Reise vom Main-Donau-Kanal über den Main in den Rhein oder umgedreht. Im Landkreis Kitzingen stehen die Städte Kitzingen und Volkach mit Reedereien im direkten Kontakt. Beide Orte haben 2023 zwischen 50 und 60 Schiffe begrüßt. Volkach bietet dabei nicht nur Landprogramme an, sondern auch ein Programm während der Schiffsreise an Bord.

Wie viele Gäste die einzelnen Städte besuchen, wird nicht überall erfasst. Dies hängt auch damit zusammen, dass nicht in jeder Stadt die örtliche Touristinformation die Betreuung der Gäste übernehmen kann. Externe Dienstleister aus der Region kommen hier zusätzlich zum Einsatz. Trotz allem meldet Wertheim beispielsweise rund 87 000 Tagesgäste aufgrund von Schiffen und Kitzingen ca. 5500. Je nach Kabinengröße und Luxusstandart an Bord haben die aktuellen Flusskreuzfahrtschiffe Passagierkapazitäten zwischen 120 und 220 Personen. Es gibt aber auch Reedereien, die mit weniger Gästen an Bord on tour sind.

Vor Ort lassen die Reedereien und deren Gäste durchaus Geld in den beteiligten Orten: Liegegebühren, Strom- und Wassergebühren, Gästeführer-Honorare, Bustransfer- und Taxikosten, Eintritte für Kulturdenkmäler und Programme oder Waren zum Beispiel bei Winzern, Bäckern und Metzgern werden eingekauft. Auch regionale Künstler kommen zum Zug. Natürlich wird je nach Ort auch der Einzelhandel besucht.

Für 2024 sind die Orte entlang des Mainabschnitts im Fränkischen Weinland in Sachen Flusskreuzfahrt optimistisch gestimmt. Die Buchungslage ist vielversprechend. Alleine in Karlstadt weisen die vorgebuchten Termine ein Plus von knapp 35 % gegenüber 2023 auf. „Die Flusskreuzfahrten in der Region sind ein wichtiger Mosaikstein im touristischen Geschäften – gerade für den internationalen Reisemarkt. Hier entdecken internationale Gäste auch die ländlichen Regionen und lernen die kleinen Orte und deren Traditionen und Angebote zu schätzen. Obwohl man bei einer Flusskreuzfahrt von einer Stippvisite sprechen sollte, ist eine Wiederkehr für einen längeren Aufenthalt dabei nicht ausgeschlossen“, erklärt Marco Maiberger, Geschäftsführer Fränkisches Weinland Tourismus GmbH.