Grafenrheinfeld – Bei Arbeiten im Rahmen des Rückbaus des Kernkraftwerks Grafenrheinfeld (KKG) entstand am 19. März ein örtlich begrenzter Kleinstbrand. Durch die Rauchentwicklung kam es zur Reizung der Atemwege des dort tätigen Personals. Vier Personen wurden vorsorglich zur medizinischen Überwachung in ein Krankenhaus gebracht. Sie konnten im weiteren Verlauf des Tages wieder entlassen werden.
Beim Entgraten der Schnittflächen nach Seilsägearbeiten an Rohrleitungen hatte sich ein kleiner Brandherd an Lüftungsschläuchen einer mobilen Luftfilteranlage entwickelt. Dieser konnte von dem vor Ort tätigen Personal mit Hilfe eines Handfeuerlöschers unmittelbar gelöscht werden. Die Betriebsfeuerwehr wurde vorsorglich alarmiert, nachdem der Kleinstbrand bereits gelöscht worden war.
Der stellvertretender Anlagenleiter Markus Burger betont das vorbildliche Verhalten der Belegschaft: „Die vor Ort tätigen Mitarbeiter haben schnell und professionell gehandelt, so dass eine potenzielle Gefahrensituation umgehend eingedämmt werden konnte. Dafür danke ich der KKG-Betriebsmannschaft, unseren Servicefirmen sowie den angerückten Einsatzkräften recht herzlich.“
Wie es zu dem Brandherd kommen konnte, ist nun Gegenstand einer detaillierten Untersuchung. Für derartige Sägearbeiten sind standardmäßig vorbeugende Brandschutzmaßnahmen vorgesehen, die auch in diesem Fall bei der Brandbekämpfung wirksam waren und vom Betriebspersonal korrekt umgesetzt wurden.
Die Rückbauarbeiten im KKG konnten am nächsten Tag wieder aufgenommen werden.