19. Juni 2024

Drei verdiente Kollegen in den Ruhestand verabschiedet

Das Foto zeigt von links Personalratsvorsitzender Alexander Gütlein, 2. Bürgermeister Jürgen Geist, 1. Bürgermeister Stefan Rottmann, Roland Braun, Kurt Mantel, Frank Fronzek, 3. Bürgermeister Bernd Götzendörfer und Geschäftsleiter Gerald Schmidt. (Fotos Jule Köblitz)
Das Foto zeigt von links Personalratsvorsitzender Alexander Gütlein, 2. Bürgermeister Jürgen Geist, 1. Bürgermeister Stefan Rottmann, Roland Braun, Kurt Mantel, Frank Fronzek, 3. Bürgermeister Bernd Götzendörfer und Geschäftsleiter Gerald Schmidt. (Fotos Jule Köblitz)
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Schonungen – „Eigentlich wollen wir Euch gar nicht gehen lassen“, brachte es Bürgermeister Stefan Rottmann unter Beifall der Belegschaft auf dem Punkt. Doch mit dem Jahreswechsel sind dann auch offiziell Kurt Mantel, Frank Fronzek und Roland Braun aus dem Dienst geschieden. Drei Kollegen, die sich um die Großgemeinde Schonungen äußerst verdient gemacht haben, die bei Kolleginnen und Kollegen, aber auch bei der Bürgerschaft beliebt, respektiert und anerkannt waren, so Rottmann.

Kurt Mantel könnte wohl viele Geschichten und Anekdoten über Schonungen und seine Ortsteile erzählen. Sage und schreibe 44 Jahre war er im Rathaus beschäftigt und bis zur Verabschiedung der Dienstälteste. Für seine Kolleginnen und Kollegen war er wie ein Lexikon: Niemand kannte Land und Leute so gut wie er. Bürgermeister Stefan Rottmann lobte in seiner Laudatio Kurt Mantel als bodenständig, gewissenhaft und hilfsbereit. Sein Humor war ansteckend und so trug er zu einem guten Betriebsklima bei. Seine Nächstenliebe und Mitmenschlichkeit spiegelt sich aber auch im Dienst bei der Feuerwehr in Schonungen wieder.

Als Stellvertretender Kämmerer trug er große Verantwortung: Vakanzen mussten überbrückt und große Projekte mit erheblicher finanzieller Auswirkung wie beispielsweise die Sattler-Altlast oder das Kanalgroßprojekt kämmereiseitig gestemmt werden. In der Belegschaft war Kurt Mantel geschätzt und anerkannt, stellt auch Personalratsvorsitzender Alexander Gütlein fest.
Angefangen mit der Ausbildung 1979 zum Verwaltungsfachangestellten folgte 1985 die Weiterqualifikation mit dem BLII. In 44 Dienstjahren hat Kurt Mantel fast jede Abteilung durchlaufen – Gemeindekasse, Buchhaltung, Liegenschaftsverwaltung, Bauverwaltung und Personalstelle.

Als Rentner darf sich nun auch Frank Fronzek bezeichnen. Der profilierte Bauingenieur unterstützte die Bauverwaltung des Rathauses seit genau 9 Jahren. „Es waren glückliche Umstände, dass wir Frank mit dem Abzug der Amerikaner gewinnen konnten!“, erklärt Bürgermeister Stefan Rottmann. Zuvor arbeitete Frank Fronzek am US-Stützpunkt in Schweinfurt bis zur Aufgabe. In Schonungen warteten auf den Bauingenieur aber weitere große Herausforderungen. Frank Fronzek übernahm den Bereich Tiefbau federführend: Dau gehörte die Abwicklung der Altlastsanierung mit Städtebau, aber auch die Umsetzung des Kanalbau-Maßnahmenpakets. Zweistellige Millionenbeträge wurden dort in äußerst komplexen Baustellen bzw. Bauverfahren investiert. Frank Fronzek zeichnete sich als Ruhepol aus, der mit seiner trockenen, hanseatischen Art bei den Kolleginnen und Kollegen äußerst beliebt war. „Du hast Schonungen vorangebracht und es hat uns immer viel Freude gemacht mit Dir zusammenzuarbeiten!“, erklärten unisono Bürgermeister Stefan Rottmann und Personalratsvorsitzender Alexander Gütlein.

Verabschiedet wurde auch Roland Braun, der es auf insgesamt 31 Dienstjahre im Forstbetriebs Schonungen brachte. Er kennt buchstäblich jeden Baum in der Großgemeinde und erlebt den Klimawandel und die einhergehenden Veränderungen in den letzten Jahrzehnten hautnah. Durch seinen Fleiß und seine Kompetenz hat der Wald stark profitiert, lobte Bürgermeister Stefan Rottmann. Körperliche Fitness und geistige Konzentration zu jeder Jahreszeit und bei jedem Wetter sind Voraussetzung, um einen solchen Job ausführen zu können. Ursprünglich kam Roland Braun aus der ehemaligen DDR, wo er eine Ausbildung zum Forstfacharbeiter absolvierte und später bei der Deutschen Reichsbahn arbeitete. Nach der Grenzöffnung verschlug es ihn 1990 beruflich erst nach Üchtelhausen, bevor er 1992 als Forstwirt dann nach Schonungen wechselte. Seine lockere und gelassene Art kam bei den Kollegen im Forstbetrieb immer gut an. Sein Wissen gab Roland Braun im Laufe der Jahre auch immer wieder an Forst-Azubis weiter, die von seiner praktischen Erfahrung noch heute profitieren.