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Schonungens Haushalt bewegt sich auf Kleinstadtniveau

Foto: Die Grundschule Mainblick Schonungen war mit 15 Millionen Euro das letzte Großprojekt, das Ende vergangenen Jahres erfolgreich seiner Bestimmung übergeben werden konnte. Das Großprojekt konnte sogar leicht günstiger als geschätzt und nahezu im vorgegebenen Zeitplan umgesetzt werden. Am 02. Mai lädt Bürgermeister Stefan Rottmann zur Eröffnung und Segnung: Um 13.30 Uhr findet eine offizielle Feierstunde statt. Ab 15.00 Uhr beginnt dann das Schulfest bis gegen 18.30 Uhr. (Foto St. Rottmann)
Foto: Die Grundschule Mainblick Schonungen war mit 15 Millionen Euro das letzte Großprojekt, das Ende vergangenen Jahres erfolgreich seiner Bestimmung übergeben werden konnte. Das Großprojekt konnte sogar leicht günstiger als geschätzt und nahezu im vorgegebenen Zeitplan umgesetzt werden. Am 02. Mai lädt Bürgermeister Stefan Rottmann zur Eröffnung und Segnung: Um 13.30 Uhr findet eine offizielle Feierstunde statt. Ab 15.00 Uhr beginnt dann das Schulfest bis gegen 18.30 Uhr. (Foto St. Rottmann)
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Haushalt in Höhe von 36,5 Millionen Euro beschlossen

Schonungen – Die Großprojekte in und um Schonungen werden einfach nicht weniger: Auch in diesem Jahr beschließt das Ratsgremium wieder ein gewaltiges Zahlenwerk. Mit 36,5 Millionen Euro beläuft sich der Haushalt auch im laufenden Jahr wieder auf dem Niveau einer Kleinstadt. Nach dem Grundschulneubau und einer kurzen Verschnaufpause nimmt Schonungen nun Anlauf für den Bau des Bauhofs mit Forstbetrieb in Marktsteinach und vielen weiteren Infrastrukturmaßnahmen. Die Planungen nehmen langsam Gestalt an.

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Vor Jahren hätte wohl niemand gedacht, welche Entwicklung Schonungens Finanzen nehmen. Mit einem ambitionierten Haushaltskonsolidierungsprogramm konnten die Schulden mehr als halbiert werden und liegen mit unter 3,5 Millionen unter dem Bayerischen Durchschnitt. Die Rücklagen konnten sogar auf einen Stand von zwischenzeitlich 10 Millionen Euro aufgebaut werden.

Bedenkt man, welchen enormen Investitionen in den vergangenen Jahren beispielsweise in den Kanalbau, die Altlastsanierung, den Grundschulneubau, die Erneuerung der kompletten Fahrzeugflotte der Feuerwehren, den Bau bzw. Sanierung von Feuerwehrhäusern und Bürgerhaus, oder die vielen Dorferneuerungs- und Städtebaumaßnahmen geflossen sind, so grenzt das schon an ein Wunder, denn eigentlich waren Schulden von weit über 20 Millionen prognostiziert. Berücksichtigt man, dass die letzten Jahre mit Altlastsanierung, Energiekrise, Corona und den Folgen des Kriegs in Europa gekennzeichnet waren und für Sonderbelastungen gesorgt haben, haben vor allem auch die Mitarbeiter eine hervorragende Arbeit geleistet, erklärt Bürgermeister Stefan Rottmann.

Rottmann bekräftig, dass er diese anhaltend positive Entwicklung fortsetzen will. Ein Blick in die Zukunft zeigt, dass noch gewaltige Herausforderungen vor der Großgemeinde liegen. Der Bauhofneubau mit Forstbetrieb, die Sanierung von Straßen, Brücken und Kanälen, die Sanierung von Schwimm- und Turnhalle bzw. Freisportgelände und der Bau eines Blaulichtzentrums sind nur einige Maßnahmen, die auf Schonungen zukommen und mit voller Wucht im Finanzplan bis 2028 teilweise schon ihren Niederschlag finden.

Es braucht Zusammenhalt im Gemeinderat und kluge Entscheidungen, so Rottmann. Vor allem werde man aber, wie in der Vergangenheit auch, viele Zuschuss- und Fördertöpfe anzapfen. Schonungen hat in besonderem Maße von Finanzzuweisungen in zweistelliger Millionenhöhe profitiert. Immer wieder konnte man sich mit überzeugenden Bewerbungen erfolgreich um Zuschüsse durchsetzen und damit den Haushalt unerwartet entlasten. „Wir werden weiterhin versuchen, viele Millionen Euro nach Schonungen zu holen!“, erklärt Bürgermeister Stefan Rottmann.

Frustrierend und Ärgerlich sei, dass man zu oft äußeren Einflüssen ausgesetzt sei: So beispielsweise der Grundsteuerreform, die der Gemeinde aufgestülpt wurde und für Ungerechtigkeiten sorgt. Zwischenzeitlich hat das Ratsgremium eine kräftige Reduzierung beschlossen von 540 Punkten auf 380 Punkten und liegt somit wieder im Durchschnitt der Kommunen. Auch Themen wie der fehlende Kreisverkehr an der Staatsstraße am Schonunger Buchental, die jüngsten Änderungen bei der Stadtbuslinie, die Probleme beim Breitband- und Mobilfunkausbau werden Schonungen aufgezwungen, ohne dass der Großgemeinde hier eine Zuständigkeit oder Entscheidungskompetenz zufällt.

Aktuell beschäftigt sich Schonungen gezwungenermaßen mit dem Kauf von fünf Kindergartenimmobilien von den jeweiligen Kirchenstiftungen: Insgesamt besteht großer Investitionsbedarf bei den Kindertagesstätten. Noch nicht absehbar sind die Folgen der schwächelnden Stadt Schweinfurt. Werden dort Arbeitsplätze in der Industrie abgebaut, träfe dies auch Schonungen. Bürgermeister Stefan Rottmann rief dazu auf, die Initiative „SOS Kugellagerstadt“ zu unterstützen.

Die Folgen der Leerstände beim Schweinfurter Einzelhandel sorgen dafür, dass viele Bürgerinnen und Bürger ihre Einkäufe in anderen Oberzentren erledigen und damit Kaufkraft verloren geht. Und noch gar nicht absehbar sind die Konsequenzen für Schonungen, sollte die Maxbrücke über Jahre unpassierbar sein. „Das würde unmittelbar für eine hohe Verkehrsbelastung in Schonungen sorgen!“, befürchtet Stefan Rottmann.

Die Entwicklungen in der Stadt Schweinfurt seien sehr besorgniserregend: Die Diskussion um die Schließung des St. Josef-Krankenhaus habe gezeigt, dass derartige Entwicklungen sich auch auf Schonungen auswirken, ohne dass Bürgermeister oder Gemeinderat hier direkt Einfluss nehmen können.

Erfreulich sind dagegen die Zahlen und Daten des Wirtschaftsatlas der IHK Mainfranken. Schonungen rückt bei der Kaufkraft auf Platz 18 vor von 243 Kommunen und liegt im Gesamtvergleich sogar über dem deutschen Durchschnitt. Auch die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze konnte in der Großgemeinde in den vergangenen Jahren um mehr als 20% auf jetzt über tausend beachtlich gesteigert werden. Und auch die Einwohnerzahlen bleiben stabil: Mit etwa 7.800 Einwohnern gehört die Großgemeinde zu den größten Kommunen der Region. Schonungen entwickelt sich prächtig, freut sich Bürgermeister Stefan Rottmann – umso ärgerlicher wäre es, wenn äußere Einflüsse Schonungen mit seinen Ortsteilen einbremsen würden.