16. Juni 2024

Schwarzarbeit – Deutlich mehr Freiheitsstrafen als im Vorjahr – Bußgelder in Höhe von 53,6 Millionen Euro verhängt

Bildquelle: Zollverwaltung
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Auch im Jahr 2023 haben die Zöllnerinnen und Zöllner der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) des Hauptzollamts Schweinfurt mit ihren drei Standorten in Bamberg, Schweinfurt und Würzburg wieder einen entscheidenden Beitrag gegen Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung in Unter- und großen Teilen Oberfrankens leisten können.

So führten die Zollbeamtinnen und Zollbeamten im Jahr 2023 964 Arbeitgeberprüfungen durch und befragten 8.442 Personen nach deren Arbeitsverhältnissen. Es wurden 1.823 Straf- und 2.243 Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Insbesondere bei den Ordnungswidrigkeitenverfahren aufgrund von Verstößen gegen die Mindestentgeltvorschriften und des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes liegt das Ergebnis deutlich über dem der Vorjahre. Die erhöhte Anzahl an abgeschlossenen Bußgeldverfahren macht sich auch in der verhängten Bußgeldsumme bemerkbar: So wurden Bußgelder in Höhe von mehr als 53,6 Millionen Euro verhängt. Durch Gerichte wurden Freiheitsstrafen von insgesamt rund 54 Jahren (642 Monate)und über 891.000 Euro an Geldstrafen erwirkt.

Insgesamt konnte durch die Prüfungen der Beamtinnen und Beamte des Schweinfurter Hauptzollamts eine Gesamtschadenssumme an vorenthaltenen bzw. veruntreuten Sozialversicherungsbeiträgen in Höhe von über 24 Millionen Euro ermittelt werden.

“Das Hauptzollamt Schweinfurt ist auch im vergangenen Jahr wieder erfolgreich gegen Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung vorgegangen. Die Bediensteten der Finanzkontrolle Schwarzarbeit sorgen mit ihrer Arbeit für faire Arbeits- und Wettbewerbsbedingungen” so Regierungsdirektorin Franziska Schubert, Leiterin des Hauptzollamts Schweinfurt.

Schwarzarbeit Jahreszahlen