Schweinfurt - Die Mighty Dogs Schweinfurt haben ihre Vorbereitung mit einem deutlichen 10:2-Heimsieg gegen den EHC Bayreuth abgeschlossen. Damit beendet das Team von Sergej Waßmiller und Semjon Bär die Testspielphase ohne Niederlage und mit sechs Siegen aus sechs Spielen.
Im Icedome sahen 700 Zuschauer eine Partie, die spätestens im zweiten Drittel klar zugunsten der Schweinfurter kippte. Weitere 117 Zuschauer verfolgten das Spiel über SpradeTV.
**Schweinfurt legt früh vor**
Den ersten Treffer des Abends erzielte Dimitri Litesov. Tomas Prybil und Ondrej Nedved erhöhten noch vor der ersten Pause auf 3:0.
Zu diesem Zeitpunkt hatten die Mighty Dogs bereits mehrfach gezeigt, dass sie auch defensiv stabil standen. Bayreuth kam zwar zu einzelnen Möglichkeiten, scheiterte jedoch wiederholt an Benny Roßberg.
**Torflut im zweiten Drittel**
Nach der ersten Pause legten die Schweinfurter deutlich zu. Ricards Bernhards traf kurz nach Wiederbeginn zum 4:0. Josef Dana und Kristers Donins erhöhten innerhalb weniger Minuten auf 6:0.
Bernhards legte wenig später seinen zweiten Treffer des Abends nach. Nach dem 7:0 reagierte Bayreuth mit einem Torhüterwechsel. Für Sebastian Dünkel kam Maximilian Schmitt.
Doch auch der neue Schlussmann musste bald hinter sich greifen. Collin Freibert traf zum 8:0.
Kurz vor Ende des zweiten Drittels gelang den Gästen durch Michael Breyer noch der erste Treffer zum 8:1.
**Bernhards macht Hattrick perfekt**
Auch im Schlussabschnitt blieben die Mighty Dogs gefährlich. In Unterzahl fiel das 9:1, als Kristers Donins den Puck querlegen wollte und dieser über den Schlittschuh eines Bayreuther Verteidigers ins Tor sprang.
Bayreuth verkürzte anschließend in Überzahl noch auf 9:2. Den Schlusspunkt setzte jedoch erneut Ricards Bernhards.
20 Sekunden vor dem Ende erzielte er seinen dritten Treffer des Abends und sorgte damit für den 10:2-Endstand.
**Sechs Testspiele, sechs Siege**
Die Vorbereitung der Mighty Dogs verlief damit makellos. Schweinfurt gewann alle sechs Testspiele und erzielte dabei insgesamt 36 Tore bei lediglich elf Gegentreffern.
Zum Auftakt gab es zwei Siege gegen Erfurt mit 2:1 und 4:2. Es folgten ein 7:2 in Bayreuth, ein 5:1 gegen Chemnitz und ein 8:3 gegen Diez-Limburg.
Mit dem 10:2 gegen Bayreuth setzte das Team nun den Schlusspunkt unter eine insgesamt sehr torreiche Vorbereitung.
**Saisonauftakt am 3. Oktober in Landsberg**
Am 3. Oktober wird es dann ernst. Zum Saisonauftakt müssen die Mighty Dogs auswärts beim HC Landsberg antreten.
Dabei kommt es direkt zu einem Duell mit dem Halbfinalgegner der vergangenen Saison.
Für Fans, die das Team begleiten möchten, stehen nach Angaben des Vereins noch Plätze in einem Fanbus zur Verfügung.
**Torschützen gegen Bayreuth**
1:0 Dimitri Litesov
2:0 Tomas Prybil
3:0 Ondrej Nedved
4:0 Ricards Bernhards
5:0 Josef Dana
6:0 Kristers Donins
7:0 Ricards Bernhards
8:0 Collin Freibert
8:1 Michael Breyer
9:1 Kristers Donins
9:2 Samuel Lassan
10:2 Ricards Bernhards
**Zuschauer:** 700 im Icedome, zusätzlich 117 über SpradeTV
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- Schweinfurt: 430 U3-Jährige in Kitas | NGG Unterfranken: Familien brauchen planbare Arbeitszeiten – deshalb muss der 8-Stunden-Tag bleiben Den Job und den „Rest des Lebens“ unter einen Hut bringen: In Schweinfurt gibt es für rund 430 Kinder unter 3 Jahren einen Kitaplatz. Die Betreuungsquote liegt damit nach Angaben der amtlichen Statistik bei gut 30 Prozent. „Das ist zu wenig. Vor allem wenn Eltern arbeiten, müssen sie sich darauf verlassen können, dass ihre Kinder betreut werden“, sagt Ibo Ocak von der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). So liege der landesweite Bedarf, den Eltern bei der Betreuungsquote von Unter-3-Jährigen in Bayern haben, bei 47 Prozent. Die NGG Unterfranken beruft sich dabei auf eine Studie des Deutschen Jugendinstituts (DJI). Erhebliche Probleme sieht die Gewerkschaft jetzt auf Eltern in Schweinfurt zukommen. Grund sind Pläne der Bundesregierung, das Arbeitszeitgesetz zu ändern und den 8-Stunden-Tag abzuschaffen: „Wenn das passiert, dann bricht für Eltern jede Planung bei der Kinderbetreuung zusammen. Denn dann kann ein Arbeitstag auch mal zwei oder sogar dreieinhalb Stunden länger werden. Mit Verlässlichkeit, die Eltern dringend brauchen, hat das nichts mehr zu tun“, sagt Ibo Ocak. Denn eine verlässliche Betreuung sei gerade für berufstätige Eltern wichtig. „Meistens sind Kita- und Arbeitszeiten schon jetzt auf Kante genäht – also eng miteinander abgestimmt: Wer sein Kind in der Kita hat, der muss es auch pünktlich wieder abholen, bevor die Kita schließt. Aber wenn der Chef demnächst aus einem 8-Stunden-Tag einen Arbeitstag mit 10 oder 12 Stunden am Stück machen kann, wird es für Familien nahezu unmöglich, ihren Alltag verlässlich zu planen“, sagt Ibo Ocak. Am Ende beeinträchtige das sogar die Berufstätigkeit der Eltern. Kritisch werde das auch für die Pflege: „Wer sich zu Hause – zum Beispiel in enger Absprache mit Pflegediensten – um Angehörige kümmert, kann alles gebrauchen, aber keinen XL-Arbeitstag“, sagt der Geschäftsführer der NGG Unterfranken. Auch bei der Pflege gelte: „Verlässlichkeit ist das A und O“, so Ocak. Schon deshalb sei die von der Bundesregierung geplante Aufweichung des 8-Stunden-Tages „Gift für alle, die im Moment alles daransetzen, den Spagat zwischen Job und Familie zu schaffen“. Betroffen seien hier vor allem Frauen: 51 Prozent von ihnen gaben, so die NGG, bei einer bundesweiten Beschäftigtenbefragung (Index Gute Arbeit) des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) an, sich zu Hause um Angehörige – gerade um Kinder oder Ältere – zu kümmern. Bei den Männern seien es 41 Prozent. Schon heute hätte gut ein Fünftel aller Beschäftigten häufig Probleme, Familie und Job zeitlich zu vereinbaren. Bei alleinerziehenden Frauen seien dies aktuell sogar 42 Prozent. „Sollte Schwarz-Rot jetzt den 8-Stunden-Tag abschaffen und bei der Wochenarbeitszeit ein Höchstlimit von 48 und in Ausnahmefällen sogar bis zu 73,5 Stunden setzen, würde die Bundesregierung damit echte Probleme für viele Familien in Schweinfurt provozieren – im Job und in der Familie“, warnt NGG-Geschäftsführer Ibo Ocak. Dabei suchten nicht nur das Gastgewerbe und das Lebensmittelhandwerk, sondern auch viele Betriebe der Nahrungsmittelindustrie händeringend qualifiziertes Personal. „Den Arbeitskräftemangel in diesen Betrieben lösen wir nicht durch längere Arbeitstage, sondern durch bessere Arbeitsbedingungen und mehr Kita-Plätze“, so Ibo Ocak. Außerdem seien längere Arbeitstage auch eine Gefahr für die Gesundheit: „Nach 8 Stunden im Job steigt das Unfallrisiko immer mehr an. Nach 12 Stunden ist es sogar doppelt so hoch wie bei einem regulären 8-Stunden-Tag“, so Ocak. Aber auch Schlafstörungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Burnout könnten die Folge von zu langen Arbeitstagen sein.