Die Mighty Dogs Schweinfurt verstärken ihren Kader für die Eishockey-Bayernliga 2026/2027 mit einem erfahrenen Stürmer. Dominik Piskor kommt von den onesto Tigers Bayreuth zum ERV Schweinfurt und soll der Offensive zusätzliche Qualität verleihen.
Der 33-jährige Angreifer verfügt über einen deutschen Pass, ist 1,91 Meter groß und wiegt 95 Kilogramm. Neben seiner körperlichen Präsenz bringt der Rechtsschütze reichlich Erfahrung aus dem höherklassigen Eishockey mit.
246 Scorerpunkte in 320 Oberliga-Spielen
Piskor wurde im tschechischen Opava geboren und begann seine Eishockeykarriere beim HC Slezan. Über den Nachwuchs von Orli Znojmo und weitere Stationen in Tschechien führte ihn sein Weg 2016 nach Deutschland.
Seine erste deutsche Station war Bayreuth, wo er auch in der DEL2 zum Einsatz kam. Anschließend spielte er für verschiedene Vereine in der Oberliga und etablierte sich als erfahrener Angreifer.
In insgesamt neun Jahren in der Oberliga sammelte Piskor 246 Scorerpunkte in 320 Begegnungen.
Auch seine jüngste Saison in Bayreuth unterstreicht seine offensiven Fähigkeiten: In 51 Spielen erzielte er 45 Scorerpunkte.
Mighty Dogs wollen vor dem Tor gefährlicher werden
Bei den Mighty Dogs erhofft man sich durch die Verpflichtung mehr Durchschlagskraft in der Offensive.
Gerald Zettner macht deutlich, dass der Verein angesichts des bislang dünn besetzten Kaders gezielt nach Verstärkungen gesucht habe.
„Mit Dominik ist es uns gelungen, einen erfahrenen und torgefährlichen Stürmer für uns zu gewinnen, der sowohl sportlich als auch menschlich hervorragend zu uns passt.“
Besonders die bislang fehlende Konsequenz vor dem gegnerischen Tor soll Piskor verbessern helfen.
Zettner ist überzeugt, dass der Neuzugang mit seiner Erfahrung und seinen spielerischen Fähigkeiten eine wichtige Rolle übernehmen kann.
Insolvenz in Bayreuth verändert die Karriereplanung
Für Dominik Piskor bedeutet der Wechsel nach Schweinfurt einen Neuanfang.
Ursprünglich hatte der Stürmer gehofft, seine Karriere in der Oberliga fortzusetzen. Nach der Insolvenz in Bayreuth musste er seine Pläne jedoch ändern.
Obwohl er auf eine erfolgreiche Saison zurückblicken konnte, ergab sich kein passendes Angebot eines ambitionierten Oberligisten.
„Natürlich wäre es gelogen, wenn ich sagen würde, dass ich nicht gerne in der Oberliga geblieben wäre“, erklärt Piskor.
Mit 33 Jahren habe er allerdings keine Entscheidung treffen wollen, die sportlich oder persönlich keinen Sinn ergebe.
Nun blickt er mit Vorfreude auf die neue Herausforderung bei den Mighty Dogs, die in der Bayernliga ambitionierte Ziele verfolgen.
Trainer Sergej Waßmiller und Ondrej Nedved geben den Ausschlag
Eine entscheidende Rolle beim Wechsel nach Schweinfurt spielten zwei Personen, die Piskor bereits seit vielen Jahren kennt.
Trainer Sergej Waßmiller traf der Angreifer erstmals während seiner Zeit in Bayreuth. Später spielte er unter ihm in Memmingen.
Piskor schätzt dessen professionelle Arbeitsweise und Leidenschaft für den Eishockeysport.
Auch Verteidiger Ondrej Nedved trug wesentlich zur Entscheidung bei. Die beiden verbindet eine langjährige Freundschaft, auch ihre Familien stehen in engem Kontakt.
Nedved habe ihm ausschließlich Positives über die Organisation der Mighty Dogs berichtet und damit seine Entscheidung erleichtert.
Nach sechs Monaten Pause endlich wieder aufs Eis
Besonders groß ist bei Piskor die Vorfreude auf seinen ersten Einsatz im Trikot des ERV Schweinfurt.
Seit rund einem halben Jahr hat der Stürmer kein Pflichtspiel mehr bestritten. Die lange Zeit mit individuellem Training sei auch mental belastend gewesen.
„Natürlich freue ich mich darauf, nach einem halben Jahr wieder ins Spielgeschehen einzugreifen“, sagt der Neuzugang.
Sein Ziel ist es, möglichst schnell wieder in den Spielrhythmus zu finden.
Auch hinsichtlich seiner Position zeigt sich Piskor flexibel. Während er den Großteil seiner Karriere auf dem Flügel verbracht hat, traut er sich bei Bedarf ebenfalls Einsätze als Center zu.
Debüt vor heimischen Fans am Sonntag geplant
Bereits am kommenden Sonntag möchte sich Piskor erstmals vor den heimischen Fans der Mighty Dogs präsentieren.
Den bisherigen Saisonstart der Schweinfurter bewertet er zurückhaltend. Nach lediglich drei Spieltagen sei es noch zu früh, die Ergebnisse überzubewerten.
Von der Qualität seiner neuen Mannschaft ist der 33-Jährige überzeugt. Er erwartet, dass sich diese im weiteren Saisonverlauf auch in den Resultaten zeigen wird.
Künftig soll Piskor die Rückennummer 92 tragen. Vorübergehend wird er zunächst mit der Nummer 88 auflaufen.
Der aktuelle Kader der Mighty Dogs für die Saison 2026/2027
Torhüter
Benny Roßberg, Leon Pöhlmann
Verteidiger
Lucas Kleider, Lukas Krumpe, Renars Dzerods Alksnis, Kristers Donins, Tomas Pribyl, Collin Freibert, Ondrej Nedved
Stürmer
Nils Melchior, Tomas Cermak, Josef Dana, Pavel Bares, Dimitri Litesov, Georg Pinsack, Kevin Heckenberger, Alex Asmus, Ricards Bernhards, Dominik Piskor
Förderlizenzspieler
Michael Adam, Julien Klein und Leon Klein (alle EHC 80 Nürnberg)
Neuzugänge
Tomas Pribyl (ESC Haßfurt), Dimitri Litesov (Höchstadt Alligators), Ricards Bernhards (HK Zemgale), Dominik Piskor (onesto Tigers Bayreuth)
Abgänge
Petr Pohl, Arturs Homjakovs, Konstantin Melnikow, Steffen Helmle, Moritz Schlick, Kevin Adam
Mit der Verpflichtung von Dominik Piskor setzen die Mighty Dogs ein weiteres Zeichen für ihre sportlichen Ambitionen in der Bayernliga. Ob der erfahrene Angreifer der Offensive bereits bei seinem ersten Einsatz den erhofften zusätzlichen Schwung verleihen kann, wird sich am Sonntag zeigen.
