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Neue Mitglieder beim Kreisjugendring

Bildunterschrift: Strahlende Gesichter beim Kreisjugendring: Vorsitzender Christoph Simon (links) begrüßt gemeinsam mit seinem Stellvertreter Mario Kneuer (rechts) die Jugend des Bund Naturschutz mit Ute Höfner (2. von links) und die Adventjugend mit Johannes Haberl (2. von rechts) als neue Mitglieder. Bildrechte: Felix Palm/Kreisjugendring Schweinfurt
Bildunterschrift: Strahlende Gesichter beim Kreisjugendring: Vorsitzender Christoph Simon (links) begrüßt gemeinsam mit seinem Stellvertreter Mario Kneuer (rechts) die Jugend des Bund Naturschutz mit Ute Höfner (2. von links) und die Adventjugend mit Johannes Haberl (2. von rechts) als neue Mitglieder. Bildrechte: Felix Palm/Kreisjugendring Schweinfurt

SCHWEINFURT – Am 01.06.2022 tagte die Vollversammlung des Kreisjugendrings (KJR) Schweinfurt in Grafenrheinfeld. Eingeladen hat KJR-Vorsitzender Christoph Simon in das Zirkuszelt auf dem Gelände des Caritas-Jugendhilfezentrums „Maria Schutz“. Begrüßen durfte er ungefähr 60 Delegierte, Gäste und Interessierte. Zu den Gästen zählten unter anderem Landrat Florian Töpper, Grafenrheinfelds Bürgermeister Christian Keller, einige Kreistagsmitglieder, Bezirksjugendring-Vorsitzende Jennifer Wolpensinger, der Vorsitzende des Schweinfurter Stadtjugendrings Luca Häusler und Martina Gießübel vom Förderkreis des Jugendhilfezentrums. Die Versammlung stand ganz im Zeichen für eine Zeit nach der Corona-Pandemie. So befassten sich die Delegierten mit einer Aktivierungskampagne der Bayerischen Staatsregierung, beschlossen die Anhebung der Zuschüsse für die Jugendverbände und genehmigten einen umfangreichen Nachtragshaushalt noch für dieses Jahr.

Die drei großen Aufgaben der Zukunft

Vorsitzender Christoph Simon begrüßte die Anwesenden mit ein paar einleitenden Worten und dankte zunächst den Ehrenamtlichen in der Jugendarbeit: „Sie alle haben in den letzten beiden Jahren Jugendarbeit unter schwierigen Rahmenbedingungen ermöglich. Dafür bin ich Ihnen allen sehr dankbar.“ Weiterhin dankte er dem Landkreis Schweinfurt, welcher im Jahr 2022 dem Kreisjugendring 274.000,00 € zur Verfügung stellt. In diesen Dank schloss er die Politik gleichermaßen wie die Verwaltung mit ein. Gemeinsam will man die Finanzierung mit dem Landkreis mit einem weiteren Grundlagenvertrag auf eine neue Grundlage stellen. Simon skizziert, dass es für ihn drei große Aufgaben gibt, welche unmittelbare Auswirkungen auf die Zukunft der Jugendverbände haben werden: Der Rechtsanspruch auf eine inklusive Jugendarbeit, die Ganztagesbetreuung für Grundschulkinder ab 2026 und die politische Bildungsarbeit junger Menschen. Bei der Inklusion sieht Simon den KJR als Unterstützer, Berater und Möglichmacher. Es kommt dabei darauf an, die Ehrenamtlichen bei dieser wichtigen Aufgabe nicht zu überfordern. Nachdenklicher stimmt ihn allerdings der Ganztagsanspruch an den Grundschulen. „Wenn Schule immer mehr Raum einnimmt: Wer geht dann noch in die Gruppenstunden? Wer spielt noch Musik in den Blaskapellen? Wer engagiert sich noch bei der Jugendfeuerwehr?“, stellt Christoph Simon ohne bislang selbst darauf eine Antwort zu wissen.

Landrat Töpper: „Arbeit des Jugendrings keine Randnotiz.“

Anschließend wandte sich Landrat Florian Töpper mit seinem Grußwort an die Versammlung. Er freut sich mit den Anwesenden, dass Jugendarbeit wieder möglich ist. Zudem betont er unter Bezugnahme auf die Jugendhilfeeinrichtung „Maria Schutz“ als Versammlungsort, dass diese Einrichtungen ebenfalls in der Pandemiezeit an Aufmerksamkeit verloren haben. Neben dem Dank des Landkreises an die Ehrenamtlichen lobte er auch die Verantwortlichen des Jugendrings: „Die Arbeit des Kreisjugendrings ist keine Randnotiz.“ Grafenrheinfelds Bürgermeister Christian Keller sieht in der Arbeit des Kreisjugendrings eine wertvolle Unterstützung für die Gemeinden. „Vor allem bei den Zuschüssen nehmt Ihr uns jede Menge Arbeit ab.“, so Keller. Weitere Grußworte kamen von Jennifer Wolpensinger vom Bezirksjugendring und Luca Häusler vom Stadtjugendring Schweinfurt.

Anschließend stellte Martina Gießübel als Vorsitzende des Förderkreises für das Jugendhilfezentrum ihre Arbeit vor.

Gleich zwei neue Mitglieder

Letztmals im Jahr 2018 konnte der KJR mit der Fastnachtjugend einen neuen Jugendverband in seiner Mitte begrüßen. Bei dieser Versammlung gab es gleich doppelten Anlass zur Freude. Mit der Jugend des Bund Naturschutz und der Adventjugend stellten sich gleich zwei neue Organisationen den Anwesenden vor und berichteten von ihrer Jugendarbeit. Ute Höfner von der Naturschutzjugend aus Gerolzhofen zeigte spannendes Bildmaterial von ihren Sammlungen von Zigarettenstummeln mit den Kindern. Hier ging es unter anderem darum öffentlichkeitswirksam auf das Müllproblem aufmerksam zu machen und dazu anzuregen, die den Müll ordnungsgemäß zu entsorgen. Anschließend berichtete Johannes Haberl aus Niederwerrn über die Ziele der Adventjugend und der Verwurzelung im christlichen Glauben.

Einstimmige Entlastung für 2021

Stellvertretender KJR-Vorsitzender Mario Kneuer stellte gemeinsam mit Felix Palm den Jahresbericht für 2021 vor. Dieses Jahr stand ganz unter dem Eindruck der Pandemie und erschwerte so auch die Arbeit des Jugendrings. Auch die Jugendverbände riefen weitaus weniger Zuschussgelder für Freizeiten, Bildungsmaßnahmen und Material ab, wie vor 2020. Aus diesem Grund zahlte man knapp 27.000,00 € an den Landkreis Schweinfurt zurück. Dennoch gab der Kreisjugendring für seine Aufgaben im Jahr 2021 insgesamt 261.254,42 € aus. Kassenprüfer Andreas Müller bescheinigte in seinen Worten an die Versammlung eine einwandfreie Buchführung und regte deshalb die Entlastung des Vorstands an, welche einstimmig erteilt wurde.

Mit der Aktivierungskampagne neu durchstarten

Einmalig erhält der KJR aus Mitteln des Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales im Jahr 2022 Gelder vom Bayerischen Jugendring in Höhe von 44.000,00 € zur Verfügung gestellt. Mit diesem Geld will man die Jugendarbeit nach Corona neu anschieben. Im Landkreis Schweinfurt sieht man die Jugendverbände und -gruppen vor Ort als die zentralen Akteure bei den Angeboten der Jugendarbeit. Aus diesem Grund erhalten die Jugendverbände mithilfe von Kooperationsprojekten 20.000,00 € vom Jugendring zur Verfügung gestellt. Mit dem restlichen Geld werden Zelte für inklusive Begegnungen gekauft und Begegnungsbänke rund um das Thema Diversität aufgestellt. In den kommenden Wochen erhalten die anfragenden Jugendverbände eine Benachrichtigung mit welchem Betrag sie rechnen können. Nach der Vorstellung der Aktivierungskampagne stellte Sabrina Leske als Geschäftsführerin den Nachtragshaushalt für 2022 vor. Das umfangreiche Zahlenwerk liegt bei 396.600,00 € noch für dieses Jahr. Auch hier herrschte von Seiten der Versammlung beim Beschluss Einstimmigkeit.

Zuschüsse werden angehoben

Als letzten erfreulichen Tagesordnungspunkt befasste sich die Versammlung mit einem Antrag des KJR-Vorstands. Wenn es nach dem Willen der Vorstandschaft geht steigen rückwirkend zum 01.04.2022 die Zuschüsse für die Jugendverbände. Vorstandsmitglied Sabine Hespelein stellte die geplanten Änderungen vor. Dies stieß bei den Delegierten auf großes Wohlwollen. So wurde einstimmig beschlossen die Fördersätze für die Jugendbildungsmaßnahmen, die Jugendmitarbeiterbildungsmaßnahmen, die Freizeiten, das Material und für Projekte der Jugendarbeit zunächst befristet bis 31.12.2022 zu erhöhen. Die Details sind auf der Homepage des KJR (www.kjr-sw.de) zu finden. KJR-Vorsitzender Christoph Simon dankte auch den Gemeinden, die durch das „Schwebheimer Modell“ die Zuschüsse für die Jugendorganisationen aus eigenen Mitteln aufgrund der Berechnungen des Jugendrings aufstocken. „Vielen Dank an die Gemeinden im Landkreis, die diese Erhöhungen mittragen und so Jugendarbeit vor Ort möglich machen.“, sagt Simon.

Bei der kommenden Vollversammlung im Herbst will sich die Versammlung mit komplett neuen Zuschussrichtlinien befassen. Hier strebt man eine Harmonisierung mit dem benachbarten Stadtjugendring Schweinfurt an. Fristen, Formalien und Antragsformulare sollen so beispielsweise vereinheitlicht werden. Aber auch die Themen Nachhaltigkeit und Inklusion sollen sich in den Richtlinien wiederfinden.