Viele stehen im Supermarkt vor dem Zitrusregal und fragen sich: Pampelmuse, Grapefruit oder Pomelo – ist das nicht alles das Gleiche? Ganz so einfach ist es nicht. Zwar sind die Früchte eng miteinander verwandt, unterscheiden sich aber deutlich in Herkunft, Geschmack und Eigenschaften.
Die Pampelmuse – die ursprüngliche Zitrusfrucht
Die Pampelmuse gilt als Urform vieler heutiger Zitrusfrüchte und stammt ursprünglich aus Südostasien. Sie ist die größte Vertreterin dieser Familie: Die gelblich-grünen, meist birnenförmigen Früchte können einen Durchmesser von bis zu 30 Zentimetern erreichen.
Typisch für die Pampelmuse ist ihre sehr dicke Schale, die sich leicht entfernen lässt. Das Fruchtfleisch ist saftig, gut in Segmente teilbar und schmeckt leicht bitter. Im deutschen Handel ist sie eher selten zu finden.
Die Grapefruit – Kreuzung mit Geschichte
Deutlich bekannter ist die Grapefruit. Botanisch handelt es sich um eine Kreuzung aus Pampelmuse und Orange. Der Name stammt aus dem Englischen und bedeutet übersetzt „Traubenfrucht“. Er geht darauf zurück, dass Grapefruits am Baum häufig traubenartig in Büscheln wachsen.
Darauf weist auch Sabine Hülsmann, Ernährungsexpertin bei der Verbraucherzentrale Bayern, hin. Grapefruits sind kleiner als Pampelmusen, meist rundlich und besitzen eine deutlich dünnere Schale, die je nach Sorte gelblich oder rötlich gefärbt ist. Geschmacklich sind sie oft kräftig herb bis bitter.
Die Pomelo – der milde Allrounder
Seit einigen Jahren findet man immer häufiger Pomelos in deutschen Supermärkten. Dabei handelt es sich nicht um eine eigene Zitrusart. Botanisch werden Pomelos der Pampelmuse zugeordnet, enthalten jedoch auch Anteile der Grapefruit.
Pomelos sind größer als Grapefruits, aber kleiner als klassische Pampelmusen. Ihr Geschmack ist milder, weniger bitter und daher bei vielen Verbrauchern besonders beliebt. Die Früchte werden überwiegend aus China importiert.
Was steckt drin?
Alle drei Früchte – Pampelmuse, Grapefruit und Pomelo – liefern wertvolle Nährstoffe. Dazu zählen vor allem Vitamin C, verschiedene B-Vitamine, Kalium und Kalzium. Zudem enthalten sie den Bitterstoff Naringin, der die Verdauung anregen kann.
Allerdings ist Vorsicht geboten: Naringin kann den Abbau bestimmter Arzneimittel verlangsamen und dadurch deren Wirkung verstärken oder verlängern. Menschen, die regelmäßig Medikamente einnehmen, sollten diese Früchte daher nur mit Vorsicht verzehren oder vorher ärztlichen Rat einholen.
