Die Entwicklung am Arbeitsmarkt im Bezirk der Agentur für Arbeit Schweinfurt präsentiert sich im Februar stabil und folgt den für die Jahreszeit typischen Mustern. Positive Impulse blieben aufgrund des winterlichen Wetters jedoch aus.
Richard Paul, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Schweinfurt, erklärt:
„Die Arbeitslosigkeit bewegt sich weiterhin auf einem deutlich höheren Niveau als im Vorjahresvergleich. Besonders auffällig ist die Dynamik im Bereich der beitragsfinanzierten Arbeitslosenversicherung (SGB III).“
10.223 Menschen arbeitslos gemeldet
Im Bezirk der Agentur für Arbeit Schweinfurt – dazu zählen die Stadt Schweinfurt sowie die Landkreise Bad Kissingen, Rhön-Grabfeld, Haßberge und Schweinfurt – waren im Februar 2026 insgesamt 10.223 Menschen arbeitslos gemeldet.
Das sind:
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41 Personen mehr als im Januar (+0,4 Prozent)
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582 Personen mehr als vor einem Jahr (+6 Prozent)
Die Arbeitslosenquote lag bei 4,1 Prozent und blieb im Vergleich zum Vormonat unverändert. Im Vorjahr lag sie noch bei 3,9 Prozent.
Unterschiedliche Entwicklungen in den Regionen
Stadt Schweinfurt
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2.286 Arbeitslose
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Quote: 7,7 Prozent
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+7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr
Landkreis Bad Kissingen
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2.334 Arbeitslose
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Quote: 4,0 Prozent
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+6 Prozent im Jahresvergleich
Landkreis Rhön-Grabfeld
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1.865 Arbeitslose
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Quote: 4,1 Prozent
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+5 Prozent im Jahresvergleich
Landkreis Haßberge
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1.776 Arbeitslose
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Quote: 3,6 Prozent
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+8 Prozent im Jahresvergleich
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Besonders stark: +17,5 Prozent im Bereich SGB III
Landkreis Schweinfurt
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1.962 Arbeitslose
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Quote: 3,0 Prozent
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+6 Prozent im Jahresvergleich
Stellenmarkt weiterhin stabil
Im Februar wurden 764 neue Stellen gemeldet – deutlich mehr als im Januar, jedoch weniger als im Vorjahr. Insgesamt befanden sich 4.574 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur.
Besonders gefragt sind Arbeitskräfte in:
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sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen
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Gesundheits- und Sozialwesen
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Handel und Kfz-Reparatur
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Verarbeitendem Gewerbe
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Baugewerbe
Ausbildungsmarkt: Deutlicher Rückgang bei Stellen
Sorgen bereitet die Entwicklung am Ausbildungsmarkt. Zwar bleibt die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber mit 2.119 nahezu konstant, doch die gemeldeten Ausbildungsstellen sind deutlich gesunken.
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2.917 Ausbildungs- und duale Studienplätze
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625 Stellen weniger als im Vorjahr (-18 Prozent)
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Rechnerisch kommen 73 Bewerber auf 100 Stellen
Richard Paul appelliert an Betriebe und Jugendliche, aktiv auf die Berufsberatung zuzugehen. Die Hotline ist kostenfrei unter 0800 4 5555 00 erreichbar.
