22. April 2024

Der Arbeitsmarkt in Schweinfurt bleibt im Februar 2024 weiterhin stabil

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Schweinfurt – Trotz der zunehmenden Herausforderungen aufgrund globaler wirtschaftlicher Unsicherheiten bleibt der Arbeitsmarkt in Schweinfurt auch im Februar 2024 stabil. Thomas Stelzer, Vorsitzender der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Schweinfurt, betont die geringen Veränderungen in den Arbeitslosenzahlen im Vergleich zum Vormonat und erklärt, dass regionale Schwankungen im Vergleich zum Vorjahr erkennbar sind. Dies zeigt, dass der Arbeitsmarkt trotz einiger konjunktureller Herausforderungen in bestimmten Branchen oder Unternehmen robust bleibt und die derzeitige Eintrübung kompensieren kann.

Im Februar waren in der Region Main Rhön insgesamt 8.775 arbeitslose Personen gemeldet, was einem leichten Anstieg im Vergleich zum Vormonat entspricht. Die Arbeitslosenquote lag bei 3,5 Prozent, was dem Niveau des Vormonats entspricht, aber im Vergleich zum Vorjahr leicht höher ist. Trotzdem bleibt der Arbeitsmarkt insgesamt stabil und zeigt keine signifikanten Veränderungen.

Besonders erfreulich ist der Anstieg des Arbeitskräftebedarfs. Im Bezirk der Agentur für Arbeit Schweinfurt waren 5.752 Stellen vakant, was einem Zuwachs im Vergleich zum Vormonat entspricht. Dies zeigt, dass die Unternehmen weiterhin Bedarf an Arbeitskräften haben, jedoch oft Schwierigkeiten haben, geeignete Kandidaten zu finden, die den Anforderungen der offenen Stellen entsprechen.

Besonders in den Bereichen Gesundheits- und Sozialwesen, Handel und verarbeitendes Gewerbe bleibt die Nachfrage nach Arbeitskräften hoch. Dabei scheitert die Besetzung der offenen Stellen häufig an fehlenden Qualifikationen oder unpassenden Arbeitszeiten. Im Lebensmittel- und Gastgewerbe sind saisonbedingte Schwankungen zu verzeichnen, die jedoch voraussichtlich temporär sind.

Ein interessanter Aspekt ist die steigende Anzahl von Ausländern unter den Arbeitslosen, die jedoch vermehrt Sprachkurse abschließen und somit dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. Projekte wie “Jobturbo”, unterstützt vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales, zielen darauf ab, Ausländer und insbesondere Geflüchtete schnell in Arbeit zu bringen, um ihre Sprachkompetenzen berufsbegleitend auszubauen.

Um den Bedarf an Arbeitskräften langfristig zu decken, betont Thomas Stelzer die Notwendigkeit von Quereinsteigern und Umschulungen. Dies ist entscheidend, um den steigenden Personalbedarf mit dem vorhandenen Potenzial zu vereinen und den Arbeitsmarkt langfristig zu stärken.

In Zusammenarbeit mit den Jobcentern veranstaltet die Arbeitsagentur Schweinfurt Bewerbertage, bei denen Unternehmen die Möglichkeit haben, mit Bewerbern mit geringen Deutschkenntnissen in Kontakt zu treten. Diese Initiative zielt darauf ab, erste Schritte in Richtung Arbeitsverhältnis zu ermöglichen und gleichzeitig die Integration von Ausländern in den Arbeitsmarkt zu fördern.

Die Zukunft des Arbeitsmarktes in Schweinfurt bleibt vielversprechend, jedoch erfordert sie eine strategische Herangehensweise, um den steigenden Bedarf an Arbeitskräften zu decken und die wirtschaftliche Stabilität der Region langfristig zu sichern.

die Daten im einzelnen hier. Arbeitsmarktbericht Februar 2024