Internationaler Besuch im Industriemuseum Schweinfurt: Eine zehnköpfige Gruppe mit Betriebsratsvertretern von SKF aus Göteborg und Schweinfurt hat sich bei einer Führung über die industrielle Entwicklung der Stadt informiert. Neben der Geschichte der Schweinfurter Unternehmen standen insbesondere die Kugellagerindustrie, historische Arbeitsbedingungen und die Entwicklung internationaler Konzerne im Mittelpunkt.
Empfangen wurden die Gäste von Dieter Bauer, Vorstandsmitglied des AKI-Förderkreises Industrie-, Handwerks- und Gewerbekultur Schweinfurt e. V. und zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit, sowie dem ersten Vorsitzenden Rüdiger Sontheimer.
Die rund zweistündige Führung fand in englischer Sprache statt.
Vom kleinen Unternehmen zum internationalen Industriekonzern
Besonders interessierten sich die schwedischen Besucher für die Entwicklung der Schweinfurter Industrie seit dem Ende des 19. Jahrhunderts.
Dabei ging es um die Frage, wie aus zunächst kleinen Unternehmen international bekannte Konzerne entstanden und welche Veränderungen durch Eigentümerwechsel und wirtschaftliche Entwicklungen ausgelöst wurden.
Auch die Arbeitsbedingungen in den verschiedenen Epochen der Industriegeschichte waren Thema der Führung. Die Besucher diskutierten darüber, wie sich Arbeitsplätze, Produktionsabläufe und betriebliche Strukturen im Laufe der Jahrzehnte verändert haben.
Gerade für die Betriebsratsvertreter bot dieser historische Rückblick interessante Einblicke in die Entwicklung der Arbeitswelt.
Kugellager und Windkraft wecken besonderes Interesse
Ein Schwerpunkt des Museumsbesuchs lag auf der Geschichte der Kugellagerindustrie, die eng mit der wirtschaftlichen Entwicklung Schweinfurts verbunden ist.
Im Kugellagerraum konnten die Besucher die technische und industrielle Entwicklung dieses für die Stadt prägenden Wirtschaftszweigs nachvollziehen.
Besonderes Interesse fand auch die Wechselausstellung zum Thema Windkraft. Dort werden unter anderem große Wälzlager der Unternehmen SKF und Schaeffler gezeigt.
Für die Gäste aus dem Umfeld von SKF boten diese Exponate einen unmittelbaren Bezug zu ihrer beruflichen Tätigkeit.
Historische Motorräder erinnern an Jugendträume
Neben der Industrie- und Technikgeschichte sorgte auch der Sachs-Raum für Aufmerksamkeit.
Die ausgestellten Motorradmotoren und historischen Motorräder weckten bei einigen Besuchern Erinnerungen an frühere Zeiten und persönliche Jugendträume.
Das Thema der Freiheit auf zwei Rädern sorgte dabei für Gesprächsstoff und zeigte eine weitere Facette der Schweinfurter Industriegeschichte.
Schwedischer Gruß im Gästebuch
Nach rund zwei Stunden endete die Führung durch das Industriemuseum. Nach Angaben des AKI-Förderkreises war der Besuch von großem Interesse an der Schweinfurter Industriegeschichte und einem regen Austausch geprägt.
Zum Abschluss hinterließen die Gäste ein Grußwort in schwedischer Sprache im Gästebuch des Museums.
Damit bleibt auch eine kleine Erinnerung an die internationale Begegnung zwischen Schweinfurt und Göteborg zurück.
Industriemuseum Schweinfurt bietet auch Privatführungen an
Das Industriemuseum dokumentiert die Entwicklung Schweinfurts als bedeutenden Industriestandort. Neben der Kugellagerindustrie gehören weitere technische Entwicklungen und historische Produkte aus Schweinfurter Unternehmen zu den Ausstellungsthemen.
Interessierte Gruppen können auch individuelle Führungen vereinbaren.
Weitere Informationen zum Museum und zu Privatführungen gibt es unter:
www.industriemuseum-schweinfurt.de
Quelle: AKI-Förderkreis Industrie-, Handwerks- und Gewerbekultur Schweinfurt e. V.
