29. Februar 2024

NIEDERLAGE GEGEN KLOSTERSEE TROTZ KAMPF

Foto: MD
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Eishockey – Auch das zweite Spiel im neuen Jahr 2024 konnten die Mighty Dogs nicht für sich entscheiden. Ohne Masel, Esche, Melchior, Fischer und Schlick sowie den Förderlizenzspieler Klughardt müssen die Schweinfurter Jungs um Semjon Bär mit lediglich 12 Feldspielern gegen den EHC Klostersee antreten, der am Ende mit 5:1 die Oberhand und damit auch die 3 Punkte in Grafing behalten hat. Zumindest Lucas Kleider kam zurück, der sich Fit genug fühlte, um der Mannschaft in Grafing zu helfen.

Das erste Drittel begann nach langer Busfahrt etwas schleppend, die Gastgeber des EHC spielten sich in den ersten Minuten regelrecht im Schweinfurter Drittel fest und konnten nach knapp zwei Minuten auch gleich das erste Mal jubeln, denn nach einem schönen Zuspiel von Käfer kann Hilger per Direktabnahme zum 1:0 einnetzen. Die erste druckvolle Chance auf Seiten des ERV hatte dann Tomas Cermak am Schläger, der in der siebten Spielminute per Bauerntrick versuchte, den Grafiker Schlussmann Schunda zu überwinden. In dieser Phase hatten die Dogs mehrfach den Ausgleich auf der Kelle, brachten den Puck aber nicht in der Hütte des EHC unter – stattdessen musste man wenig später erneut einen Gegentreffer hinnehmen, als Kroner von der Blauen schießt und Philipp Quinlan die Scheibe unhaltbar abfälschte und damit auf 2:0 erhöhte. Die Antwort darauf folgte in der 12. Minute, als zwei Spieler des EHC in der Kühlbox Platznehmen mussten und somit eine doppelte Überzahl für Schweinfurt entstand. Kevin Marquardt eröffnet mit einem schönen Pass auf Cermak Raum, Cermak zieht durch die Verteidiger zum Tor, legt vor dem Tor quer auf Heckenberger und dieser verwandelt die gute Vorarbeit dann zum 2:1 Anschluss. Mit diesem Treffer kamen die Mighty Dogs dann auch etwas besser ins Spiel und gestalteten die Partie ausgeglichener als zuvor. Knappe 5 Minuten nach dem Treffer von Heckenberger kombinieren sich Cermak und Hood vor das Grafinger Tor, doch Schunda kann abwehren und die Scheibe im anschließenden Gestocher vor dem Kasten sichern.

In der Drittelpause antwortete Kevin Marquardt auf die Frage des Kommentators zu seiner Einschätzung des Spiels mit folgender Aussage:

„Am Anfang sind wir bisschen überrannt worden, dann haben wir uns gefangen und es war ausgeglichen. Wir müssen weniger Strafen nehmen und genauso weiter arbeiten wie im ersten Drittel“

Genau daran knüpften die Jungs nach der Pause dann auch an, denn im zweiten Drittel gab es auf Schweinfurter Seite keine Strafzeit zu verzeichnen – leider gelang trotz drei Powerplays kein weiterer Treffer. Stattdessen schaffte es der EHC, nach knapp 30 gespielten Minuten seine Führung auf 3:1 auszubauen: Zuerst noch eine Chance des ERV, legt Gleixner im Konter die Scheibe auf Dengl zurück, der auf Höhe des Bullykreises abzieht und Roßberg überwindet, dessen Sicht auf den Puck versperrt war. In den anschließenden Powerplays konnte sich Schweinfurt zwar einige Male vor dem Tor des EHC festsetzen, fanden aber keinen Weg vorbei am starken Rückhalt der Grafinger, Marinus Schunder. Kurz vor Drittelende konnten sich Asmus und Münzberg nochmal eine Chance erarbeiten, doch auch hier war Schunder zur Stelle und somit ging es mit 3:1 Rückstand in die zweite Pause.

Im letzten Spielabschnitt schraubte Klostersee den Spielstand frühzeitig auf 4:1, als Benni Roßberg bei einem Schuss von der blauen Linie den Puck mit seinem Schoner unglücklich ins eigene Tor ablenkte. Trotz Powerplays merkte man wenig später, dass auf Schweinfurter Seite langsam die Kräfte zu schwinden begannen. In der 52. Minute konnte Roßberg den Schuss von P. Quinlan beinahe parieren, der Puck prallte aber leider an der Fanghand ab und landete im Tor zum 5:1. In der 55. Minute gerieten die Dogs dann nochmals in Unterzahl, konnten jedoch trotz hohem Drucks durch den EHC einen weiteren Gegentreffer verhindern, somit endete das Spiel mit einer 5:1 Niederlage.

In der Pressekonferenz äußerte sich Trainer Semjon Bär wie folgt zum Spiel:

„Das größte Manko ist, dass wir unsere PowerPlay Chancen nicht genutzt haben. Klostersee hat sich seine Tore hart erarbeitet und hart gespielt. Am Ende sind uns dann die Kräfte ausgegangen, weil wir seit Wochen mit 2,5 Reihen spielen. Was ich an meiner Mannschaft trotzdem schätze ist, dass keiner aufgibt und immer bis zum Ende gekämpft wird.“

STATISTIK

Tore:

StandZeitTeamTorschütze1. Assist2. Assist
1:001:11EHCKHilger T.Haloda M.Kaefer R.
2:008:51EHCKQuinlan P.Kroner J.Spies Q.
2:111:57ERVSHeckenberger K. (5-3)Cermak T.Marquardt K.
3:128:47EHCKDengl J.Gleixner V.Gaschke F.
4:142:55EHCKGaschke F.Dengl J.Kroner J.
5:151:53EHCKQuinlan P.Baumhackl M.Spies Q.

Strafen:

Grafing 18 Min // Schweinfurt 8 Min

Zuschauer: 653