Wegen der anhaltend hohen Waldbrandgefahr hat die Regierung von Unterfranken vorsorgliche Luftbeobachtungen für das gesamte Pfingstwochenende angeordnet. Betroffen ist der komplette Regierungsbezirk Unterfranken.
Die Maßnahme gilt von Samstag, 23. Mai, bis einschließlich Pfingstmontag, 25. Mai 2026. Hintergrund ist die angekündigte sommerliche Wetterlage mit hohen Temperaturen und trockenen Bedingungen nach einem bislang wechselhaften Frühjahr.
Wie die Regierung von Unterfranken mitteilt, herrscht flächendeckend eine hohe Gefahr für Wald- und Vegetationsbrände. Auch der sogenannte Grasland-Feuerindex weist auf ein deutlich erhöhtes Risiko hin. Dieser bewertet die Brandgefahr auf offenem Gelände mit trockenem Grasbewuchs.
Zusätzlich rechnen die Behörden aufgrund des Feiertagswochenendes mit zahlreichen Ausflüglern in Wald und Flur. Dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit von Bränden weiter an.
Die Bevölkerung wird deshalb dringend gebeten, in Waldgebieten besonders vorsichtig zu sein. Offenes Feuer sowie Rauchen im Wald sollen unbedingt vermieden werden.
Die Luftbeobachtungen finden jeweils in den Nachmittagsstunden statt – also zu den Zeiten mit der höchsten Gefährdung. In Unterfranken werden dafür zwei Flugrouten eingesetzt. Die sogenannte Westroute startet von den Flugplätzen Mainbullau und Hettstadt. Für die Ostroute werden die Flugplätze Schweinfurt-Süd und Haßfurt genutzt.
Neben möglichen Waldbränden achten die Luftbeobachter auch auf Hinweise zu Borkenkäferbefall sowie auf Auffälligkeiten im Straßenverkehr. Die Einsätze werden aus Mitteln des Katastrophenschutzfonds finanziert. Die Luftrettungsstaffel Bayern stellt hierfür ehrenamtliche Piloten zur Verfügung.
