24. Mai 2024

Sichtprüfung ade – Azubis von FRÄNKISCHE entwickeln Prüftisch für Sennfelder Lebenshilfe-Werkstatt

Auf die Bedürfnisse behinderter Menschen abgestimmte Modernisierung eines industriellen Arbeitsprozesses: Brigitte Lutz, Mitarbeiterin der Werkstatt Sennfeld, demonstriert Julius Kirchner (r.), geschäftsführender Gesellschafter FRÄNKISCHE Group, und Werkstattleiter Günter Scheuring den von FRÄNKISCHE-Azubis entwickelten Prüftisch für Fittings.
Auf die Bedürfnisse behinderter Menschen abgestimmte Modernisierung eines industriellen Arbeitsprozesses: Brigitte Lutz, Mitarbeiterin der Werkstatt Sennfeld, demonstriert Julius Kirchner (r.), geschäftsführender Gesellschafter FRÄNKISCHE Group, und Werkstattleiter Günter Scheuring den von FRÄNKISCHE-Azubis entwickelten Prüftisch für Fittings.
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Schweinfurt – Die Werkstatt für behinderte Menschen Sennfeld ist um eine besondere Maschine reicher. Am Freitag hat FRÄNKISCHE der zur Lebenshilfe Schweinfurt gehörenden Einrichtung einen automatisierten Prüftisch für Fittings übergeben. Elektriker- und Mechaniker-Azubis von FRÄNKISCHE hatten die 20.000 Euro teure Maschine im Lauf der letzten zwei Jahre speziell im Hinblick auf die Bedürfnisse der Werkstattmitarbeiter mit Behinderung entwickelt. Sie lässt sich per Fuß oder Hand, im Stehen oder Sitzen bedienen und kann 80 unterschiedliche Bauteile aus dem Produktsortiment von FRÄNKISCHE prüfen.

Fittings sind Verbindungsteile für Rohre. In der Werkstatt Sennfeld versehen die Mitarbeiter mit Behinderung die Fittings von FRÄNKISCHE mit Dichtungsringen. Ob die Dichtungsringe korrekt auf den Fittings sitzen, hatten die Werkstattmitarbeiter bislang vereinfacht gesagt durch Anschauen kontrolliert. Nun legen sie die Fittings in den neuen Prüftisch ein, der die Bauteile per Kamera überprüft.

„Der Prüftisch und die Leistung der Azubis von FRÄNKISCHE begeistern mich“, sagte Werkstattleiter Günter Scheuring am Freitag. Der Prüftisch stelle eine bemerkenswerte, speziell auf die Bedürfnisse behinderter Menschen abgestimmte Modernisierung eines industriellen Arbeitsprozesses dar. „Inklusion ist uns eine Herzensangelegenheit“, erklärte Julius Kirchner, geschäftsführender Gesellschafter FRÄNKISCHE Group, bei der Übergabe des Prüftischs und gratulierte den Azubis Sven Bröker und Maximilian Seck, die stellvertretend für alle am Projekt beteiligten Azubis anwesend waren, zu ihrer herausragenden Leistung.

Seit 2014 verbindet FRÄNKISCHE und die Werkstatt Sennfeld eine enge Partnerschaft. Das global tätige Familienunternehmen aus dem unterfränkischen Königsberg fertigt Rohre, Schächte und Systemkomponenten aus Kunststoff und Metall für unterschiedlichste Branchen. Teile davon werden in der Werkstatt Sennfeld konfektioniert und verpackt. Die Einrichtung ist die größte der sechs Werkstätten der Lebenshilfe Schweinfurt. Sie beschäftigt rund 550 Mitarbeiter mit und ohne Handicap. Als Lohnfertiger bietet sie namhaften Industrieunternehmen eine breite Palette an Montage-, Verpackungs-, Zähl-, Maschinen- und Konfektionierungsarbeiten an.