24. Mai 2024

Zehn Jahre Klinik für Psychosomatik am Leopoldina-Krankenhaus

Prof. Dr. Karl Mischke, Prof. Dr. Maximilian Gahr, Dipl.-Psych. Stefanie Holzheimer und Dr. med. Roman Kuhli. (Foto Julia Schüler)
Prof. Dr. Karl Mischke, Prof. Dr. Maximilian Gahr, Dipl.-Psych. Stefanie Holzheimer und Dr. med. Roman Kuhli. (Foto Julia Schüler)
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Schweinfurt – Die seit April 2014 bestehende Klinik ist ein Gemeinschaftsprojekt des Leopoldina-Kranken-hauses und des Krankenhauses für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin Schloss Werneck.

Mit einem Jubiläums-Symposium „Der Mensch im Mittelpunkt: Integration verschiedener Perspektiven in die Psychosomatik“ wurde der erste runde Geburtstag der Kooperation mit zahlreichen Besucherinnen und Besuchern gefeiert.

Im Namen der Krankenhausleitung begrüßte der Ärztliche Direktor des Leopoldina-Kranken-hauses, Prof. Dr. Karl Mischke, die Anwesenden und gratulierte in seiner kurzen Ansprache zum bereits Erreichten und wünschte der inzwischen gewachsenen Kooperation für die Zukunft weiterhin alles Gute.
Prof. Dr. Maximilian Gahr, Ärztlicher Direktor des KPPPM Schloss Werneck, blickte in seinem Grußwort auf die noch junge Geschichte der Psychosomatischen Medizin zurück, die vor allem im deutschsprachigen Raum doch eine spezielle Entwicklung genommen hat, wenn man beachtet, dass das Fachgebiet erst 1992 auf dem Deutschen Ärztetag eingeführt wurde.

Die räumliche Nähe zu den somatischen Disziplinen am Leopoldina-Krankenhaus ist für die Patienten ein großer Vorteil, wie auch Stefanie Holzheimer, Leitende Psychologin an der PSO in Schweinfurt hervorhob, denn so erhalte man annähernd einen ganzheitlichen Blick auf den Menschen.
Dr. med. Roman Kuhli, Leitender Arzt der Klinik für Psychosomatik, begrüßte seinen Vorgänger und den Mitbegründer dieser Klinik, Herrn Dr. med. Thomas Schmelter.
In seinem Rückblick erinnerte er sich an die Idee, in Schweinfurt eine Klinik für Psychosomatik zu gründen. Gemeinsam mit Prof. Dr. Hans-Peter Volz, dem ehemaligen Ärztlichen Direktor des KPPPM in Werneck legte er vor 20 Jahren den Grundstein für die heutige Kooperation. Im weiteren Verlauf wurde die Trägerschaft sowie weitere Details geklärt: „Auch wenn man zu Beginn etwas miteinander fremdelte, wurde doch schließlich ein Kooperationsvertrag geschlossen.“ Bis der Neubau, an dem die Psychosomatik am Leopoldina untergebracht werden sollte, bezugsfertig war und die Klinik an den Start ging, vergingen insgesamt 10 Jahre.
„Der Start der Kooperation war ein guter, weil die Zusammenarbeit mit den Fachabteilungen des Leopoldina-Krankenhauses von Beginn an auf Augenhöhe stattfand. Des Weiteren hatte sich ein Team gefunden, das sich mit der Aufgabe identifiziert hatte, den Patienten helfen zu wollen“, resümierte Dr. Schmelter.

Trotz vieler Veränderungen in der jüngsten Vergangenheit ist und bleibt laut Dr. Schmelter die Kernaufgabe der Psychosomatik, eine leibhaftige Therapiebeziehung zum Patienten aufzubauen, vor allem vor dem Hintergrund der aktuellen Krisen, die bei vielen Menschen Ängste auslösen. Genau diesen Ängsten müsse Raum gegeben werden und die Aufgabe der Psychiatrie, Psychologie und Psychosomatik ist es, Strategien im Umgang mit solchen Ängsten zu entwickeln, denn: „Es lohnt sich, Menschen zu unterstützen, damit sie wieder ihr Leben leben“, so das Schlusswort des Gratulanten.

Bevor die rund 100 Anwesenden bei einem Imbiss Gelegenheit zum Austausch hatten, referierten die geladenen Referentinnen Prof. Dr. Inge Seiffge-Krenke und Dr. med. Silke Datzer sowie Prof. Dr. Ralf Vogel über unterschiedliche Perspektiven in der Psychosomatik.
Die Moderation des Symposiums erfolgte durch das Leitungsteam der Klinik für Psychosomatik, Frau Dipl.-Psych. Stefanie Holzheimer, Psychologische Psychotherapeutin sowie Herrn Dr. med. Roman Kuhli, Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie.