Karate verbindet Menschen über Ländergrenzen hinweg. Wie daraus auch persönliche Freundschaften entstehen können, zeigte ein deutsch-japanischer Jugendaustausch des Videnin Dojo Schweinfurt. Der 17-jährige Sosei Nakamura aus Japan verbrachte eine Woche in Unterfranken, trainierte gemeinsam mit den Schweinfurter Karateka und lernte bei verschiedenen Ausflügen die Region kennen.
Internationale Kontakte ermöglichen Jugendaustausch
Organisiert wurde der Aufenthalt über das internationale Netzwerk des Kyokushin Karate. Dmitrij Videnin, Träger des 6. DAN im Kyokushin Karate, Branch Chief für Deutschland und Geschäftsführer des SWK e.V. / Videnin Dojo, nutzte dafür seine langjährigen Kontakte zum internationalen Verband I.K.O. Nakamura.
In direkter Abstimmung mit Verbandschef Daihyo Masanaga Nakamura wurde der Besuch des japanischen Nachwuchssportlers vorbereitet.
Eine besondere Rolle spielte dabei die Freundschaft zwischen Sosei Nakamura und dem ebenfalls 17-jährigen Leonid Videnin. Die beiden Jugendlichen kennen sich von internationalen Karatewettkämpfen, bei denen sie bereits mehrfach aufeinandergetroffen sind.
Auf persönliche Einladung von Leonid reiste Sosei schließlich nach Deutschland. Während seines einwöchigen Aufenthalts wohnte er bei der Familie Videnin.
Gemeinsames Karatetraining im Videnin Dojo
Im Mittelpunkt des Austauschs stand das gemeinsame Training. Für die Mitglieder des Videnin Dojo bot der Besuch die Gelegenheit, sich unmittelbar mit einem japanischen Nachwuchssportler auszutauschen und unterschiedliche Trainingsansätze kennenzulernen.
Dabei ging es nicht nur um die Verbesserung einzelner Techniken, sondern auch um den persönlichen Austausch und das gemeinsame Verständnis der traditionellen Werte des Kyokushin Karate.
Respekt, Disziplin und Gemeinschaft gehören zu den grundlegenden Prinzipien dieser Karatestilrichtung. Beim gemeinsamen Training konnten die Jugendlichen diese Werte unmittelbar erleben.
Würzburger Residenz und Wasserkuppe besucht
Neben den sportlichen Einheiten hatte die Gastfamilie ein Kultur- und Freizeitprogramm vorbereitet. So besuchte Sosei Nakamura unter anderem die Würzburger Residenz und erhielt Einblicke in die Geschichte und Architektur der Region.
Ein weiterer Ausflug führte auf die Wasserkuppe in der Rhön. Dort konnte der japanische Gast die Landschaft Unterfrankens und der angrenzenden Region kennenlernen.
Mit der Verbindung aus Sport, Kultur und gemeinsam verbrachter Freizeit sollte der Aufenthalt über einen gewöhnlichen Trainingsbesuch hinausgehen.
Videnin Dojo zieht positive Bilanz
Nach einer Woche endete der Besuch des japanischen Nachwuchssportlers. Das Videnin Dojo zog ein positives Fazit und wertete den selbst organisierten Austausch als gelungen.
Für die beteiligten Jugendlichen bot die Begegnung die Möglichkeit, bestehende Freundschaften zu vertiefen, sportliche Erfahrungen auszutauschen und Einblicke in eine andere Kultur zu gewinnen.
Der Besuch machte zugleich deutlich, dass internationale Kontakte im Vereinssport nicht nur für Wettkämpfe und sportliche Erfolge wichtig sind, sondern auch persönliche Begegnungen zwischen jungen Menschen ermöglichen.
