Sechs Projektbeteiligte vor dem frisch sanierten Rathaus Schonungen
Vor dem frisch sanierten Rathaus in Schonungen stehen von links der gemeindliche Bautechniker Benjamin Schoninger, der Leiter der Bauverwaltung Sebastian Heurich, Bürgermeister Stefan Rottmann, Architekt Holger Philipp, Schonungens Geschäftsleiter Gerald Schmidt und Elektroplaner Joachim Pototzky. Foto: Christian Neeb

Neue Photovoltaikanlage und Fassade: Rathaus Schonungen für die Zukunft gerüstet

Schonungen - Die Modernisierung des Schonunger Rathauses ist abgeschlossen. Rund 600.000 Euro investierte die Gemeinde nach eigenen Angaben in die Sanierung der Fassade, eine neue Photovoltaikanlage, einen Batteriespeicher und weitere technische Verbesserungen. Die Arbeiten seien innerhalb des vorgesehenen Zeit- und Kostenrahmens beendet worden.

Ausgangspunkt der Maßnahme war die rund 25 Jahre alte Photovoltaikanlage auf dem Rathausdach. Da für deren Erneuerung ohnehin ein Gerüst benötigt wurde, verband die Gemeinde das Energieprojekt mit einer umfassenden Sanierung der Gebäudehülle.

Anzeige

Fassade und Fenster saniert

Die Fassade erhielt einen neuen Anstrich. Außerdem wurden die Fenster saniert und teilweise ausgetauscht. In Bereichen mit besonderen Sicherheitsanforderungen kam einbruchsicheres Glas zum Einsatz. Ein automatischer Sonnenschutz soll die Räume künftig besser vor starker Sonneneinstrahlung schützen.

Auch im Sitzungssaal wurde die technische Ausstattung verbessert. Eine neue Klimatisierung soll dort bei Sitzungen und Veranstaltungen für angenehmere Bedingungen sorgen.

„Das Rathaus steht vor allen Dingen innen noch in einem sehr guten und gepflegten Zustand da“, hatte Bürgermeister Stefan Rottmann zu Beginn der Maßnahme erklärt. Deshalb konzentrierten sich die Arbeiten vor allem auf die Außenhülle, das Dach und die technische Ausstattung des Gebäudes.

Neue Photovoltaikanlage mit Batteriespeicher

Ein zentraler Bestandteil der Modernisierung war die Erneuerung und Erweiterung der Photovoltaikanlage. Die bisherige Anlage wurde nach etwa 25 Jahren ersetzt. Gleichzeitig nutzte die Gemeinde zusätzliche Dachflächen für die Stromerzeugung.

Der erzeugte Solarstrom soll möglichst direkt im Rathaus verbraucht werden. Überschüssige Energie kann in einem hauseigenen Batteriespeicher zwischengespeichert und später genutzt werden. Dadurch möchte die Gemeinde den Eigenverbrauch erhöhen, Energiekosten langfristig besser kontrollieren und die Abhängigkeit von extern bezogenem Strom reduzieren.

„Mit dem PV-Projekt und dem Batteriespeicher wollen wir uns unabhängiger aufstellen und gleichzeitig eine Vorreiterrolle einnehmen“, erklärt Bürgermeister Stefan Rottmann.

Notstromeinspeisung für mögliche Krisenfälle

Neben der energetischen Modernisierung wurde das Rathaus auch auf mögliche Stromausfälle vorbereitet. Eine neue Notstromeinspeisung ermöglicht es, das Gebäude bei einem vollständigen Ausfall der regulären Versorgung über eine externe Stromquelle zu versorgen.

Sollte die Energie aus der Photovoltaikanlage und dem Batteriespeicher nicht ausreichen, kann das Rathaus auf diesem Weg weiterhin mit Strom versorgt werden. Damit soll der kommunale Standort auch während einer außergewöhnlichen Krisensituation grundsätzlich arbeitsfähig bleiben.

Die Notstromeinspeisung ergänzt die neue Photovoltaikanlage und den Batteriespeicher. Zusammen sollen die Systeme die Energieversorgung des Rathauses widerstandsfähiger machen.

Arbeiten im Zeit- und Kostenplan abgeschlossen

Nach Angaben der Gemeinde konnte die gesamte Maßnahme innerhalb des vorgesehenen Zeitplans und des eingeplanten Budgets von rund 600.000 Euro abgeschlossen werden.

Mit der Investition verbindet Schonungen mehrere Ziele: Das Rathausgebäude wurde äußerlich aufgewertet, die Energieversorgung modernisiert und die Vorsorge für einen möglichen Stromausfall verbessert.

Neben der neuen Photovoltaikanlage und dem Batteriespeicher gehören die sanierte Fassade, erneuerte Fenster, ein automatischer Sonnenschutz, die Klimatisierung des Sitzungssaals sowie die neue Notstromeinspeisung zu den umgesetzten Maßnahmen.

Diesen Beitrag teilen

Facebook
WhatsApp
Email

Weitere Nachrichten

21. Oktober 2026
NVIDIA und PreussenElektra prüfen ehemalige AKW-Standorte für KI-Rechenzentren. Welche Chancen ergeben sich für Grafenrheinfeld und die Region Schweinfurt? … mehr
21. Oktober 2026
Natalia Aghabekyan vom Videnin Dojo Schweinfurt gewinnt Gold bei der German Open in Naunhof. Die Karatekämpferin überzeugt mit Technik und … mehr
21. Oktober 2026
Heide-Schule in Schwebheim: Der Landkreis Schweinfurt hat die Sanitäranlagen umfassend saniert. Die Kosten bleiben unter dem geplanten Budget von 290.000 … mehr
21. Oktober 2026
Diebstahl in Niederwerrn: Ein 36-Jähriger stiehlt Münzen aus einem unverschlossenen Auto. Bereits einen Tag später wird er zu vier Monaten … mehr
20. Oktober 2026
Schüler des FLSH Schloss Gaibach liefen rund 1.500 Kilometer für den guten Zweck. 1.500 Euro gehen an den Lebenshilfe-Kindergarten in … mehr
20. Oktober 2026
Zwei Jugendliche sollen in Dittelbrunn einen Zigarettenautomaten gesprengt haben. Die Polizei ermittelt gegen 15- und 16-Jährige und stellt Pyrotechnik sicher. … mehr