Für die Handwerkskammer war Aiwanger weit mehr als ein politischer Ansprechpartner. Als bayerischer Wirtschaftsminister setzte er sich nach Einschätzung der Kammer mit großer Überzeugung für die Interessen der Handwerksbetriebe und deren wirtschaftliche Zukunft ein.
Handwerkskammer Unterfranken tief betroffen
„Mit tiefer Bestürzung und Betroffenheit haben wir die Nachricht vom Tod Hubert Aiwangers, stellvertretender Ministerpräsident und Wirtschaftsminister des Freistaates Bayern, aufgenommen. Unser Mitgefühl und unsere Gedanken sind bei seiner Familie und seinen engsten Freunden“, erklären Michael Bissert, Präsident der Handwerkskammer für Unterfranken, und Hauptgeschäftsführer Ludwig Paul.
Beide betonen, dass die Zusammenarbeit mit dem verstorbenen Politiker nicht nur von fachlichem Austausch, sondern auch von persönlicher Nähe geprägt gewesen sei.
Als bayerischer Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie stand Aiwanger in engem Kontakt mit den Handwerkskammern. Sein Ministerium ist zugleich die zuständige Aufsichtsbehörde der bayerischen Handwerkskammern.
„Ein leidenschaftlicher Kämpfer für das Handwerk“
Besonders seine direkte und offene Art sowie seine klare Haltung zu wirtschaftspolitischen Fragen werden den Verantwortlichen der Handwerkskammer in Erinnerung bleiben.
„Wir hatten nicht nur ein sehr gutes Verhältnis auf der sachlichen Ebene, sondern standen uns auch menschlich sehr nahe. Die vielen spannenden Gespräche mit ihm bleiben in unserer Erinnerung. Genauso wie sein Einsatz für das bayerische Handwerk“, erklären Bissert und Paul.
Aiwanger habe seine politischen Überzeugungen stets mit Nachdruck vertreten und sich für die Anliegen der Handwerksbetriebe starkgemacht.
„Er war ein leidenschaftlicher Kämpfer für das Handwerk, der seine Meinung fest und mit Überzeugung vertrat. Der Tod von Hubert Aiwanger ist ein schwerer Verlust, für sein privates Umfeld, für das politische Bayern und das bayerische Handwerk“, so die beiden Kammervertreter.
Letzter großer Auftritt bei der Meisterfeier in Unterfranken
Noch im Juli 2026 war Hubert Aiwanger bei der Meisterfeier der Handwerkskammer für Unterfranken zu Gast.
In seinem Grußwort wandte er sich an die frischgebackenen Meisterinnen und Meister und ermutigte sie, das Handwerk aktiv in die Zukunft zu führen.
Dabei betonte er seine Überzeugung, dass das Handwerk auch künftig eine wichtige Rolle für die wirtschaftliche Entwicklung Bayerns spielen müsse. Zugleich unterstrich er, wie wichtig verlässliche politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen für die Betriebe seien.
Dieser Auftritt bleibt für die Handwerkskammer eine besondere Erinnerung an den verstorbenen Wirtschaftsminister.
Seit 2018 Wirtschaftsminister und stellvertretender Ministerpräsident
Hubert Aiwanger stammte aus Niederbayern und war langjähriger Vorsitzender der Freien Wähler. Seit November 2018 gehörte er als Wirtschaftsminister und stellvertretender Ministerpräsident der Bayerischen Staatsregierung an.
In dieser Funktion beschäftigte er sich unter anderem mit den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Unternehmen, dem Mittelstand und dem Handwerk.
Sein plötzlicher Tod hat in Bayern zahlreiche Reaktionen aus Politik und Wirtschaft ausgelöst.
Unterfränkisches Handwerk nimmt Abschied
Mit Hubert Aiwanger verliert das bayerische Handwerk aus Sicht der Handwerkskammer für Unterfranken einen engagierten politischen Unterstützer und langjährigen Gesprächspartner.
Die Verantwortlichen der Kammer erinnern insbesondere an seine persönliche Zugänglichkeit, seine klaren Positionen und seinen Einsatz für die Zukunft des Handwerks.
Die Gedanken der Handwerkskammer und des unterfränkischen Handwerks gelten in diesen Tagen vor allem seiner Familie, seinen Angehörigen und seinen engsten Freunden.
