Nachttisch im Krankenhaus mit Uhr und Kalender als Symbol für Orientierung und Struktur bei der Versorgung von Menschen mit Demenz

Bayern stärkt Versorgung von Menschen mit Demenz im Krankenhaus

Region -

Anlässlich der sechsten Bayerischen Demenzwoche bauen das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) und die Bayerische Krankenhausgesellschaft (BKG) ihre Zusammenarbeit aus, um die Versorgung von Menschen mit Demenz im Krankenhaus weiter zu verbessern.

Beratung und Austausch für Kliniken

Die Koordinierungsstelle Bayern Demenz im Krankenhaus (KBDiK) bietet Kliniken ein umfassendes Beratungsangebot. Ziel ist es, Einrichtungen praxisnah bei der Einführung und Weiterentwicklung demenzsensibler Strukturen zu begleiten. Neben individueller Beratung unterstützt die KBDiK beim kollegialen Austausch, damit Kliniken voneinander lernen können.

Anzeige

Unterstützung durch den Freistaat

Gesundheitsministerin Judith Gerlach betonte, dass der Freistaat gemeinsam mit den Pflegeversicherungen die Koordinierungsstelle mit rund 920.000 Euro fördert. Damit stehen den Krankenhäusern fachkundige Beratung und Unterstützung zur Verfügung.

Orientierung, Struktur und Schulung

„Wichtig für eine demenzsensible Versorgung ist, Orientierung und Struktur zu schaffen, Beschäftigungsmöglichkeiten anzubieten und Mobilität zu ermöglichen“, erklärte LGL-Präsident Prof. Dr. Christian Weidner. Auf der Website www.demenz-im-krankenhaus.bayern.de finden sich weitere Informationen, Schulungsangebote und Praxisbeispiele.

Auch die BKG betont die Fortschritte: In vielen Kliniken werden Fortbildungen angeboten, Zimmerbelegungen angepasst und Angehörige stärker in die Betreuung einbezogen. Dennoch bleibe es wichtig, das Thema Demenz weiter in der Öffentlichkeit zu verankern.

Mehr Sicherheit für Betroffene und Entlastung für Personal

Menschen mit Demenz erleben im Krankenhaus häufig Orientierungslosigkeit, die das Risiko von Komplikationen wie Delir erhöht. Die KBDiK unterstützt Kliniken dabei, Strukturen zu schaffen, die Patientinnen und Patienten mehr Sicherheit bieten – und gleichzeitig das Personal entlasten. So lassen sich nicht nur Belastungen reduzieren, sondern auch langfristig Kosten einsparen.

Diesen Beitrag teilen

Facebook
WhatsApp
Email

Weitere Nachrichten

9. Oktober 2026
Der IHK-Standortreport bewertet Mainfranken mit Note 2,7. Der Landkreis Schweinfurt erreicht 2,3, während die Stadt Schweinfurt deutlich kritischer bewertet wird. … mehr
8. Oktober 2026
Schweinfurt: Ein 22-Jähriger soll einer Frau in der Innenstadt das Smartphone entrissen haben. Die Polizei nahm ihn fest. Ein Richter … mehr
8. Oktober 2026
Tankrabatt 2026: Benzin und Diesel sind günstiger geworden. Der ADAC kritisiert, dass die Entlastung nicht vollständig an Autofahrer weitergegeben wird. … mehr
8. Oktober 2026
Handball in Schweinfurt: Der MHV empfängt am 10. Oktober den TSV Partenstein zum Spitzenspiel der Bezirksoberliga. Anwurf ist um 18 … mehr
8. Oktober 2026
Wechsel im Bauamt des Landkreises Schweinfurt: Thomas Zweiböhmer geht nach 22 Jahren als Leiter in Ruhestand. Heike Firsching übernimmt die … mehr
8. Oktober 2026
Erntedankmarkt in Schweinfurt am 10. und 11. Oktober 2026: Rund um den Marktplatz gelten Verkehrssperrungen. Alle Informationen zu Zeiten und … mehr