Für ihr mutiges Eingreifen in gefährlichen Situationen wurden drei Männer mit der „Courage-Medaille 2025“ geehrt. Nachdem sie an der zentralen Verleihung im Bayerischen Staatsministerium in München verhindert waren, erhielten zwei der Ausgezeichneten ihre Ehrung am Montag im Polizeipräsidium Unterfranken. Der dritte Geehrte bekam seine Auszeichnung postalisch.
Bereits am 15. September wurden in München durch Bayerns Innenminister Joachim Herrmann und Landespolizeipräsident Michael Schwald insgesamt 32 Bürgerinnen und Bürger für ihre Zivilcourage geehrt. Die Auszeichnung würdigt Menschen, die mit Mut und Entschlossenheit in kritischen Situationen eingeschritten sind.
Zivilcourage, die Leben rettet
Polizeivizepräsident Holger Baumbach überreichte die Medaillen an Florian Seufert und Clemens Katzenberger. Der dritte Geehrte, Julian Bindar, erhielt seine Ehrung per Post nach Rumänien. Baumbach betonte:
„Menschen in Not sind auf Hilfe angewiesen. Das beherzte Eingreifen dieser Bürger hat Schlimmeres verhindert und verdient höchste Anerkennung.“
Florian Seufert verhindert schwere Verletzungen
Im März 2024 wurde Seufert Zeuge eines brutalen Angriffs im Linienbusverkehr von Würzburg nach Höchberg. Drei Jugendliche attackierten einen Mann, brachten ihn zu Boden und traten mehrfach auf ihn ein. Seufert stellte sich den Angreifern allein entgegen, stoppte die Gewalt und leistete anschließend Erste Hilfe. Sein mutiges Handeln verhinderte weitere Verletzungen.
Katzenberger und Bindar verfolgen Messerangreifer
Im Januar 2024 griff in Aschaffenburg ein Mann seine von ihm getrenntlebende Ehefrau mit einem Messer schwer an. Während Passanten die verletzte Frau versorgten, verfolgten Clemens Katzenberger und Julian Bindar den flüchtenden Täter. Durch ihr entschlossenes Eingreifen konnte der Angreifer in der Fußgängerzone festgenommen werden. Das Tatmesser wurde sichergestellt.
Inzwischen wurde der Mann vom Landgericht Aschaffenburg wegen Mordes zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt.
