Eine bedeutende Personalentscheidung für das bayerische und unterfränkische Handwerk: Anfang Dezember 2025 wurde Michael Bissert, Präsident der Handwerkskammer für Unterfranken, als bayerischer Vertreter in das Präsidium des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH) gewählt. Damit erhält das unterfränkische Handwerk künftig eine starke Stimme auf Bundesebene.
Der ZDH vertritt die Interessen des Gesamthandwerks gegenüber Bundestag, Bundesregierung, der Europäischen Union sowie internationalen Organisationen. Als Präsidiumsmitglied will Bissert zentrale handwerkspolitische Themen vorantreiben – in enger Abstimmung mit den bayerischen Handwerkskammern und dem Bayerischen Handwerkstag.
„Ich werde mich dafür einsetzen, die Zusammenarbeit in der Handwerksorganisation weiter zu stärken“, kündigt Bissert an. Aus seinem langjährigen ehrenamtlichen Engagement wisse er, dass Erfolge nur gemeinsam erreicht werden könnten. Bei Interessenkonflikten wolle er ausgleichend wirken und Menschen zusammenbringen.
Bildung als zentrales Zukunftsthema
Ein besonderer Schwerpunkt seiner Arbeit soll die berufliche Bildung sein. „Die Aus- und Weiterbildung künftiger Fachkräfte ist entscheidend für die Zukunftsfähigkeit unseres Landes“, betont der neue ZDH-Präsidiumskollege. Er fordert deutlich stärkere Investitionen des Staates in Bildungsstätten des Handwerks, um Ausbildung und Weiterbildung auf modernstem Niveau zu sichern. Nur so könnten junge Menschen dauerhaft für das Handwerk gewonnen werden.
Auch die Qualität der Ausbildung, die Stärkung des Meisterbriefs sowie die Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung zählen für Bissert zu den zentralen handwerkspolitischen Anliegen. „Hier werde ich mich besonders stark einbringen“, erklärt er.
Langjähriges Engagement für das Handwerk
Michael Bissert wurde am 6. November 1964 in Iphofen geboren und führt ein bereits in neunter Generation tätiges Familienunternehmen. 1993 legte er die Meisterprüfung zum Gas- und Wasserinstallateur ab, 1994 folgte die Meisterprüfung zum Spengler. Seit Jahrzehnten engagiert er sich ehrenamtlich für das unterfränkische Handwerk.
Von 2008 bis 2026 stand er als Kreishandwerksmeister an der Spitze der Kreishandwerkerschaft Kitzingen. 2011 wurde er in die Vollversammlung und in den Vorstand der Handwerkskammer gewählt, 2016 übernahm er das Amt des Vizepräsidenten. Am 10. Dezember 2021 wurde Bissert schließlich zum Präsidenten der Handwerkskammer für Unterfranken gewählt.
Mit der Wahl ins Präsidium des ZDH am 5. Dezember 2025 gehört er nun dem höchsten Führungsgremium des deutschen Handwerks an.
ZDH-Präsidium als wichtiges Steuerungsgremium
Das Präsidium des Zentralverbands des Deutschen Handwerks besteht aus 22 Mitgliedern – dem Präsidenten, zwei Vizepräsidenten und 19 weiteren Mitgliedern aus Handwerkskammern und Fachverbänden. Aufgabe des Gremiums ist es, die einheitliche Willensbildung des Handwerks sicherzustellen und die Interessen gegenüber Politik, Verwaltung, EU und internationalen Organisationen zu vertreten.
Mit Michael Bissert ist künftig auch Unterfranken direkt in diesem zentralen Gremium vertreten.