Sichergestellte Schmuggelzigaretten bei Zoll-Razzia am 10.02.2026 in Bayern – Ermittlungen wegen Steuerhehlerei
Bei den Durchsuchungen am 10. Februar 2026 stellten Zollfahnder hunderte Stangen Schmuggelzigaretten sicher. Der entstandene Steuerschaden wird auf über 500.000 Euro geschätzt. Foto: Zollfahndungsamt München

Razzia gegen Tabak-Schmuggel: 23-Jähriger in Untersuchungshaft – Durchsuchungen auch in Schweinfurt

Region -

Im Rahmen umfangreicher Ermittlungen haben Zollfahnder ein bundesweit agierendes Netzwerk des illegalen Handels mit Schmuggelzigaretten, Wasserpfeifentabak und unversteuerten E-Zigaretten aufgedeckt. Bei koordinierten Durchsuchungen am 10. Februar 2026 wurden insgesamt 17 Wohnungen, Lagerstätten und Geschäftsräume durchsucht.

Sichergestellt wurden rund 850 Stangen Schmuggelzigaretten (je 200 Stück), etwa 245 Kilogramm illegal hergestellter Wasserpfeifentabak, mehr als 200 Gramm Marihuana sowie umfangreiche Materialien zur Tabakherstellung. Zudem beschlagnahmten die Ermittler elektronische Speichermedien und schriftliche Unterlagen.

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Hauptbeschuldigter bereits festgenommen

Der mutmaßliche Rädelsführer, ein 23-jähriger Syrer mit Hauptwohnsitz in Kulmbach (Bayern), war bereits am 8. Februar 2026 bei der Einreise aus Tschechien durch Beamte der Bundespolizei festgenommen worden. Gegen ihn bestand ein Haftbefehl. Er befindet sich in Untersuchungshaft.

Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, über einen längeren Zeitraum unverzollte und unversteuerte Tabakwaren in erheblichem Umfang beschafft und bundesweit gewinnbringend weiterverkauft zu haben. Unterstützt worden sein soll er von zwei weiteren Tatverdächtigen aus Mecklenburg-Vorpommern und Bayern.

Abnehmerkreis in mehreren Bundesländern

Die mutmaßlichen Abnehmer befanden sich insbesondere in Chemnitz, Straubing und Hersbruck. Auch dort konnten umfangreiche Beweismittel sichergestellt werden. Als mögliche Lieferanten gerieten zwei weitere Männer aus Aschaffenburg und Essen ins Visier der Ermittler.

Insgesamt richten sich die Ermittlungen wegen des Verdachts der Steuerhehlerei gegen 16 männliche Beschuldigte im Alter zwischen 23 und 43 Jahren. Der entstandene Steuerschaden wird seit Juli 2025 auf mehr als 500.000 Euro geschätzt.

Großangelegte Zoll-Operation

Über 160 Einsatzkräfte der Zollfahndungsämter München, Dresden, Essen und Hamburg sowie der Hauptzollämter Landshut, Schweinfurt, Nürnberg und Köln waren beteiligt. Unterstützt wurden sie von Schutz-, Tabak- und Bargeldspürhunden. Die richterlichen Maßnahmen erfolgten auf Antrag der Staatsanwaltschaft Hof.

Der Zoll betont, dass der illegale Handel mit Tabakwaren nicht nur erhebliche Steuerschäden verursacht, sondern auch kriminelle Strukturen stärkt und den fairen Wettbewerb untergräbt.

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