Jule Leibold übernimmt die Leitung des neuen Lacrima-Standorts der Johanniter in Unterfranken.
Jule Leibold übernimmt die Leitung des neuen Lacrima-Standorts der Johanniter in Unterfranken. (Foto: Johanniter / Johanna Göpfert)

Neues Johanniter-Projekt begleitet trauernde Kinder und Jugendliche

Würzburg -

Die Johanniter in Würzburg bauen ihr Unterstützungsangebot für trauernde Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in Unterfranken weiter aus. Mit dem neuen Projekt „Lacrima“ entsteht derzeit ein geschützter Raum für junge Menschen, die einen nahestehenden Menschen verloren haben.

Die Leitung des neuen Standorts übernimmt Jule Leibold, die seit Mitte März den Aufbau des Angebots begleitet. Ziel von Lacrima ist es, Kindern und Jugendlichen eine niedrigschwellige und altersgerechte Trauerbegleitung anzubieten.

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„Kinder trauern anders als Erwachsene. Ihre Reaktionen sind sehr individuell und werden im Alltag häufig unterschätzt oder übersehen. Genau hier setzt Lacrima an: Wir schaffen Räume, in denen Gefühle zugelassen werden dürfen und Trauer auf eigene Weise erlebt werden kann“, erklärt Jule Leibold.

Trauer sei in der Gesellschaft weiterhin ein häufig tabuisiertes Thema – insbesondere dann, wenn Kinder betroffen sind. Das Projekt wolle deshalb bewusst ein Zeichen setzen und zeigen, dass Trauer zum Leben dazugehört und einen geschützten Rahmen sowie verlässliche Begleitung benötigt.

Auch persönlich habe sie der Wunsch nach einer sinnstiftenden Tätigkeit mit Kindern und Jugendlichen zu den Johannitern geführt, so Leibold. Besonders wichtig sei ihr der offene Umgang der Organisation mit gesellschaftlich sensiblen Themen. „Die Johanniter entwickeln ihre Angebote entlang der Bedürfnisse der Menschen. Das hat mich überzeugt, Teil dieses Aufbaus zu werden“, sagt sie.

Derzeit werden im Rahmen des Projektaufbaus organisatorische Strukturen geschaffen, ehrenamtliche Unterstützerinnen und Unterstützer gewonnen sowie geeignete Räume und Gruppenangebote vorbereitet. Ziel sei ein langfristig stabiles und einfühlsames Unterstützungsangebot für betroffene Familien in der Region.

Für die zukünftige Arbeit seien insbesondere Empathie, Offenheit und Teamfähigkeit wichtig, betont Leibold. „Das Wichtigste ist die Freude an der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen und die Bereitschaft, sich auf ihre Perspektiven wirklich einzulassen.“

Bereits jetzt suchen die Johanniter engagierte ehrenamtliche Helferinnen und Helfer für die Trauerbegleitung von Kindern und Jugendlichen. Interessierte können sich direkt bei den Johannitern melden.

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