Wie können junge Bäume nachhaltig, robust und mit möglichst geringem Pflegeaufwand wachsen? Genau dieser Frage widmet sich ein innovativer Pflanzansatz, der nun auch in Nordheim am Main umgesetzt wurde. Unterstützt wird das Projekt von der N-ERGIE über ihr Ökostromprodukt STROM PURNATUR.
Entwickelt wurde die besondere Pflanzmethode vom Weißenburger Baumschulinhaber Gerd Meyer und dem Forstwirt Johannes Wagner. Dabei werden mehrere Bäume und Begleitpflanzen wie Sträucher innerhalb eines geschützten Bereichs von 1,25 mal 1,25 Metern – einem sogenannten Affolter – gemeinsam gepflanzt.
Ziel des Konzepts ist es, natürliche Wachstumsprozesse und Synergieeffekte gezielt zu nutzen. Auf diese Weise soll sich zeigen, welche Baumarten sich langfristig am besten für den jeweiligen Standort eignen und gleichzeitig möglichst wenig Pflege benötigen.
Nordheim am Main konnte zwischen verschiedenen Varianten wählen – darunter Obstgehölze, klimaangepasste Schattenbäume oder klassische Waldbäume – und entschied sich für Obstbäume entlang des Weinlehrpfads.
Bürgermeisterin Sibylle Säger freut sich über das Projekt: „Vielen Dank an die N-ERGIE für die Möglichkeit, diese Pflanzmethode kennen zu lernen und gleich zwei Mal umsetzen zu können. Wir sind sehr gespannt, welche Birnen- und Kirschensorten hier heranwachsen und in einigen Jahren auch reiche Ernte bringen werden.“
Auch Jürgen Lang, Kommunalmanager der N-ERGIE, sieht in der Aktion ein wichtiges Zeichen für Umweltbewusstsein und nachhaltiges Handeln.
Wie Gerd Meyer erklärt, profitieren die Setzlinge in den Pflanzengemeinschaften voneinander – etwa bei der Versorgung mit Wasser und Nährstoffen. Ziel sei es, widerstandsfähige und vitale Bäume zu etablieren, möglichst ohne zusätzlichen Aufwand wie Bewässerung oder Rückschnitt.
Die Pflanzflächen werden ohne Kunststoffe angelegt und nutzen natürliche Materialien wie Totholz und Laub. Dadurch wird die Verdunstung reduziert und gleichzeitig ein Lebensraum für Kleintiere geschaffen.
Der Ansatz orientiert sich an natürlichen Waldstrukturen und überträgt diese auf urbane Bereiche wie Parks oder Straßenränder. Durch die dichte Bepflanzung entsteht ein Mikroökosystem, das Witterungseinflüssen besser standhalten und unterschiedliche Bodenbedingungen ausgleichen kann.
Finanziert wird das Projekt unter anderem durch Fördermittel aus dem Ökostromprodukt STROM PURNATUR der N-ERGIE. Dabei fließt pro verbrauchter Kilowattstunde Strom ein Cent in regionale Umweltprojekte – darunter Baumpflanzungen, Maßnahmen zum Artenschutz sowie Projekte an Schulen und Kindertagesstätten.
