Große Augen, fröhliches Lachen und jede Menge Begeisterung: In der Werkstatt für behinderte Menschen Augsfeld der Lebenshilfe Schweinfurt erlebten die Vorschulkinder des Caritas-Kindergartens St. Kilian einen ganz besonderen Vormittag. Im Mittelpunkt stand niemand Geringeres als der berühmte Kobold Pumuckl.
Schon bei der Ankunft war die Aufregung groß. Als sich der lebensgroße Pumuckl für einen kurzen Moment zeigte, hallte es begeistert durch die Werkstatt: „Pumuckl! Pumuckl!“ Ein Anblick, der normalerweise nur dem Schreinermeister Eder vorbehalten ist.
Empfangen wurden die Kinder von Gruppenleiter Fritz Gocht, der in die Rolle von Meister Eder schlüpfte, sowie einem engagierten Team aus Mitarbeitenden mit und ohne Behinderung. Die Schreinerei der Werkstatt ist dem Kindergarten seit vielen Jahren als „Meister Eders Schreinerei“ bekannt. Für den Projekttag wurden eigens ein kleines Pumuckl-Bett und die bekannte Schiffschaukel aufgebaut.
Anschließend durften die Kinder selbst handwerklich aktiv werden. Gemeinsam fertigten sie sogenannte „Klettermaxe“ an – ein Holzspielzeug, bei dem eine kleine Pumuckl-Figur durch das Ziehen an zwei Schnüren nach oben klettert. Mit viel Geschick und Freude arbeiteten die Vorschulkinder an ihren eigenen Werken und erhielten dabei tatkräftige Unterstützung von den Beschäftigten der Werkstatt.
Die fröhliche Stimmung steckte schnell auch andere Werkstattmitglieder an, die neugierig vorbeischauten und sich über das lebendige Miteinander freuten. Stolz präsentierten die Kinder schließlich ihre selbst gebauten Pumuckl-Spielzeuge. Für rund zwei Stunden verwandelte sich die Arbeitsgruppe in einen Ort voller Lachen, Kreativität und gelebter Inklusion.
„Es ist immer wieder schön, diese großartigen Begegnungen zu erleben und die strahlenden Gesichter der Kinder zu sehen“, sagte Gruppenleiter Fritz Gocht. Zum Abschluss erhielten die Vorschulkinder noch eine süße Stärkung, bevor sie mit vielen neuen Eindrücken den Heimweg antraten.

Die Werkstatt Augsfeld ist die zweitgrößte der insgesamt sechs Werkstätten der Lebenshilfe Schweinfurt. An den Standorten Augsfeld und Zell arbeiten rund 320 Menschen mit und ohne Behinderung. Als zuverlässiger Partner der regionalen Industrie übernimmt die Einrichtung unter anderem Montage-, Verpackungs-, Zähl-, Maschinen- und Konfektionierungsarbeiten. Ergänzt wird das Angebot durch eine Schreinerei, die unter anderem Verpackungskisten für Maschinenbauteile herstellt.
Werkstattleiter Harald Waldhäuser betonte die Bedeutung solcher Begegnungen: „Solche Aktionen sind ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit.“ Der Projekttag zeigte eindrucksvoll, wie gemeinsames Erleben, Kreativität und Inklusion Menschen jeden Alters zusammenbringen können.
