Hausbesitzer in Bad Königshofen zur Bank begleitet – Polizei sucht fünf Männer in einem weißen Mercedes Sprinter
Ein Hausbesitzer aus Bad Königshofen ist mutmaßlich Opfer unseriöser Handwerker geworden. Die Männer erneuerten seine Regenrinnen und verlangten anschließend das Achtfache des zuvor vereinbarten Preises. Einer der Männer begleitete den Geschädigten sogar zur Bank. Die Polizei hat ein Strafverfahren eingeleitet und warnt vor derartigen Haustürgeschäften.
Der Vorfall ereignete sich am Montag gegen 12 Uhr im Saalweg. Eine Gruppe angeblicher Handwerker sprach den Hauseigentümer an und bot ihm an, seine Regenrinnen unkompliziert und zu überschaubaren Kosten zu erneuern.
Der Mann willigte ein und die Gruppe führte die Arbeiten aus. Nach deren Abschluss verlangte der Chef der Gruppe jedoch das Achtfache des ursprünglich vereinbarten Betrages.
Geschädigter zur Bank begleitet
Die mutmaßlich unseriösen Handwerker drängten den Hauseigentümer zur sofortigen Zahlung. Einer der Männer begleitete ihn sogar zu einer Bank, um das Geld unmittelbar entgegenzunehmen.
Der Geschädigte konnte dort 1.000 Euro abheben und damit lediglich einen Teil der geforderten Summe bezahlen. Anschließend erkundigten sich die Männer nach weiteren Wertgegenständen. Als der Hauseigentümer damit drohte, die Polizei zu verständigen, flüchteten der Chef der Gruppe und seine Mitarbeiter.
Polizei sucht fünf Männer und einen weißen Sprinter
Die Polizei hat ein Strafverfahren eingeleitet und bittet mögliche Zeugen um Hinweise. Gesucht werden insgesamt fünf Männer, die mit einem weißen Mercedes Sprinter mit Münchner Kennzeichen unterwegs gewesen sein sollen.
Wer die Männer oder das Fahrzeug gesehen hat oder weitere Angaben zu dem Vorfall machen kann, wird gebeten, sich bei der Polizeistation Bad Königshofen unter der Telefonnummer 09761/906-0 zu melden.
Polizei warnt vor unseriösen Handwerkerangeboten
Nach Angaben der Polizei werden unseriöse Handwerkerleistungen auf unterschiedliche Weise angeboten. Häufig handelt es sich um Haustürgeschäfte, bei denen die Betroffenen mit vermeintlich günstigen Angeboten unter Druck gesetzt oder überrumpelt werden.
Teilweise versuchen die Anbieter auch durch Zeitungsanzeigen oder Prospekte einen seriösen Eindruck zu vermitteln. Kommt ein Auftrag zustande, werden die vereinbarten Arbeiten mitunter unvollständig, mangelhaft oder nicht fachgerecht ausgeführt. Gleichzeitig verlangen die Anbieter häufig deutlich überhöhte Preise.
Auch wenn nicht hinter jedem Angebot ein strafbares Verhalten steckt, rät die Polizei insbesondere bei Reinigungs- und Reparaturarbeiten am Dach oder im Außenbereich eines Grundstücks zu besonderer Vorsicht.
So können sich Hausbesitzer schützen
- Lassen Sie sich von vermeintlich günstigen Angeboten oder aufdringlichen Werbern nicht zu einer schnellen Entscheidung drängen.
- Informieren Sie sich frühzeitig über die Seriosität des angebotenen Handwerksbetriebs.
- Beraten Sie sich im Zweifelsfall mit Nachbarn, Verwandten oder Bekannten.
- Verlangen Sie vor der Auftragserteilung einen detaillierten und schriftlichen Kostenvoranschlag.
- Wird ein Kostenvoranschlag verweigert, kann dies ein Hinweis auf einen unseriösen Anbieter sein.
- Verständigen Sie bei verdächtigen Beobachtungen, Drohungen oder starkem Zahlungsdruck die Polizei.
