Helle oder dunkle Sojasoße?
Helle Sojasoße schmeckt in der Regel milder. Sie eignet sich gut zum Würzen von Tofu, Fleisch und Fisch. Dunkle Sojasoße ist kräftiger und häufig leicht süßlich. Sie passt besonders gut zu Schmorgerichten und Eintöpfen oder kann als Dip verwendet werden.
Da sich die Bezeichnungen abhängig von Herkunft und Hersteller unterscheiden können, lohnt sich vor dem Kauf ein Blick auf die Zutatenliste.
Traditionelle Herstellung braucht Zeit
Die Grundlage von Sojasoße bilden Sojabohnen. Mikroorganismen fermentieren die Bohnen zusammen mit Salz und Wasser.
„Je nach Sorte kommen weitere Zutaten hinzu, etwa Weizen bei Shoyu oder Melasse bei dunkler Sojasoße“, erklärt Anja Schwengel-Exner, Ernährungsexpertin bei der Verbraucherzentrale Bayern.
Traditionell hergestellte Sojasoße reift mehrere Monate, teilweise sogar mehrere Jahre. Während dieser Zeit entwickelt sie ihr typisches Aroma. Mit zunehmender Reife kann die Soße dickflüssiger und geschmacklich intensiver werden.
Bei industriell hergestellten Sojasoßen wird die Produktion teilweise durch chemische Verfahren beschleunigt. Diese Produkte sind häufig dünnflüssiger und weniger aromatisch. Je nach Produkt können außerdem Salz, Zucker, Karamell, Farbstoffe oder weitere Zusatzstoffe enthalten sein.
Vorsicht bei Histamin und Gluten
Sojasoße kann durch die Fermentation Histamin enthalten. Menschen mit einer Histaminunverträglichkeit sollten sie deshalb besser meiden oder die individuelle Verträglichkeit ärztlich abklären lassen.
Auch Menschen mit Zöliakie müssen genau auf die Zutaten achten. Viele Sojasoßen enthalten Weizen. Selbst nach der Fermentation können noch Spuren von Gluten vorhanden sein. Betroffene sollten daher ausschließlich Sojasoßen verwenden, die ausdrücklich als glutenfrei gekennzeichnet sind.
Fazit
Helle Sojasoße eignet sich vor allem zum Würzen leichterer Gerichte, während dunkle Sojasoße kräftigen Speisen mehr Farbe und Aroma verleiht. Wegen des hohen Salzgehalts sollte Sojasoße grundsätzlich sparsam verwendet werden. Angebrochene Flaschen lagert man am besten gut verschlossen im Kühlschrank.
