ZF Logo am Firmengebäude in Schweinfurt vor hellem Fassadenhintergrund

Aktuelles zur Lage bei ZF Schweinfurt – Arbeitszeitverkürzung statt Kündigungen – bis zu 4.000 Stellen in Gefahr

Schweinfurt -

Die Unsicherheit bei den Beschäftigten von ZF in Schweinfurt bleibt groß. Zwar hat das Unternehmen angekündigt, erneut die Wochenarbeitszeit von rund 5.500 Mitarbeitenden auf 32,5 Stunden zu reduzieren, doch langfristig droht ein massiver Stellenabbau. Nach aktuellen Informationen könnten bis zu 4.000 Arbeitsplätze am Standort gefährdet sein.

Bereits im vergangenen Winter hatte ZF auf eine Arbeitszeitverkürzung gesetzt, um Kündigungen zu vermeiden. Dieses Modell wird nun fortgeführt und gilt zunächst bis zum 31. Januar 2026. Für viele Mitarbeiter bedeutet dies weniger Einkommen – aber zugleich eine Atempause in einer schwierigen Phase. „Es ist eine Übergangslösung, um Zeit zu gewinnen und Kündigungen hinauszuzögern“, heißt es aus Unternehmenskreisen.

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Besonders im Fokus steht die Division für Elektromobilität, in der in Schweinfurt etwa 5.900 Menschen beschäftigt sind. Branchenkenner gehen davon aus, dass hier die größten Umbrüche stattfinden könnten. Hintergrund ist der massive Druck der Automobilindustrie: sinkende Nachfrage, hoher Wettbewerbsdruck aus Asien und die Umstellung auf neue Technologien.

Die IG Metall und der Betriebsrat sind derzeit in intensiven Gesprächen mit der Unternehmensleitung. Eine Entscheidung über das weitere Vorgehen wird bis Ende September erwartet. Gewerkschafter hatten bereits deutlich gemacht, dass sie einen radikalen Stellenabbau nicht akzeptieren wollen. Stattdessen fordern sie langfristige Standortzusagen und Investitionen in neue Geschäftsfelder.

Noch zu Monatsbeginn hatte ZF erklärt, dass vorerst keine Stellen gestrichen würden – ein Signal der Hoffnung, das die Beschäftigten jedoch nur kurzfristig beruhigte. Die heutige Entwicklung zeigt, dass die Lage weiterhin angespannt bleibt.

Fazit: Mit der erneuten Arbeitszeitverkürzung verschafft sich ZF Schweinfurt Zeit, um über den künftigen Kurs zu verhandeln. Ob der befürchtete Stellenabbau tatsächlich in diesem Umfang umgesetzt wird, entscheidet sich in den kommenden Wochen. Für die Beschäftigten bleibt es eine Zeit der Ungewissheit.

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