Spielszene der Mighty Dogs beim Playoff-Viertelfinale in Miesbach: Schweinfurter Spieler im Angriff vor dem TEV-Tor
Die Mighty Dogs setzen Miesbach in Spiel vier der Viertelfinalserie mehrfach unter Druck und sichern sich am Ende den Matchpuck. Foto: Verein

Cermak mit Hattrick! Mighty Dogs drehen auf und haben jetzt Matchpuck

Schweinfurt -

Vor mehr als 80 mitgereisten Fans haben sich die Schweinfurter Mighty Dogs in Spiel vier der Viertelfinalserie um die bayerische Meisterschaft 2025/26 den nächsten wichtigen Sieg gesichert. Beim TEV Miesbach setzte sich der ERV am Ende deutlich mit 7:3 durch und führt damit in der Best-of-Five-Serie mit 3:1. Damit haben die Mighty Dogs nun am Faschingsdienstag im heimischen Icedome die Chance, mit einem weiteren Erfolg den Halbfinaleinzug perfekt zu machen.

Während dem ERV erneut ein breiter Kader zur Verfügung stand, mussten die Gastgeber auf mehrere Leistungsträger verzichten. Unter anderem fehlten Matej Pekr, Michael Grabmaier und Reto Schüpping – was sich im Spielverlauf vor allem in der Offensive bemerkbar machte. Mit zunehmender Dauer nahm zudem die Härte der Partie spürbar zu, was sich auch in zahlreichen Strafzeiten widerspiegelte. Die Mighty Dogs ließen sich davon jedoch nicht aus dem Konzept bringen und spielten ihre Stärken konsequent aus.

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Frühe Führung und effektiver Start

Beide Mannschaften hatten sich im Vorfeld intensiv aufeinander vorbereitet und suchten nach Lösungen, um den jeweiligen Schlussmann zu überwinden. Beim ERV zeichnete sich früh ein klares Muster ab, wie man TEV-Keeper Timon Ewert überwinden kann. Nach kurzem Abtasten brachte Kevin Adam die Mighty Dogs erstmals zum Jubeln: Nach einem Schuss von Alexander Diel verwertete Adam den Abpraller per Rückhand zur 1:0-Führung.

Nur zwei Minuten später rettete der Pfosten die Miesbacher vor einem weiteren Gegentreffer. Das 2:0 fiel jedoch wenig später: Josef Dana setzte sich über die linke Seite durch, suchte zunächst selbst den Abschluss und traf schließlich im Nachsetzen. Trotz Strafzeiten auf beiden Seiten blieb es im ersten Drittel bei diesen beiden Treffern, auch weil ein Abschluss von Kristers Donins kurz vor der Pausensirene sein Ziel verfehlte.

Powerplay bleibt die Waffe der Mighty Dogs

Wie schon in den vorherigen Partien startete der TEV druckvoll in den zweiten Abschnitt. Während Pavel Bares bei einem Alleingang für den ERV nicht erfolgreich war, nutzte Miesbach eine Gelegenheit im Slot: Merl staubte ab und verkürzte auf 1:2.

In der Folge gerieten die Mighty Dogs phasenweise unter Druck, doch die Defensive hielt stand. Stattdessen schlug erneut das effektive Powerplay der Schweinfurter zu. Nur neun Sekunden nach Beginn der Überzahl durfte Felix Feuerreiter die Strafbank wieder verlassen, denn Josef Dana hämmerte die Scheibe von der blauen Linie unhaltbar in den Winkel – 1:3.

Als der ERV in der zweiten Hälfte des Drittels sogar in doppelter Überzahl agieren konnte, ließ auch der nächste Treffer nicht lange auf sich warten. Tomas Cermak erhöhte mit einem Onetimer auf 1:4 und brachte die Mighty Dogs zur zweiten Pause in eine komfortable Ausgangslage.

Miesbach kommt heran – Cermak macht den Deckel drauf

Im Schlussdrittel knüpfte der ERV zunächst an die konzentrierte Leistung an und ließ auch in Unterzahl wenig zu. Als Kapitän Alex Asmus jedoch für zwei Minuten auf die Strafbank musste, reagierte TEV-Trainer Dusan Frosch mutig: Bereits in der 51. Minute nahm er seinen Torhüter zugunsten eines zusätzlichen Feldspielers vom Eis, sodass Miesbach mit zwei Mann mehr Druck ausüben konnte.

Die Entscheidung wurde prompt belohnt: Pretnar stellte den Anschluss her, kurz darauf verkürzte Kuhn sogar auf 3:4. Die Partie drohte noch einmal zu kippen.

Die Schweinfurter Trainer Sergej Waßmiller und sein Co-Trainer reagierten umgehend mit einer Auszeit, um ihr Team neu zu ordnen. Mit Erfolg: Tomas Cermak fing einen Klärungsversuch der Miesbacher ab, schaltete blitzschnell um und stellte mit seinem zweiten Treffer den Zwei-Tore-Abstand wieder her.

Frosch zog daraufhin erneut den Torhüter, doch diesmal ging der Plan nicht auf. Alex Asmus traf ins leere Tor zum 3:6 und sorgte damit für die Vorentscheidung. Eine knappe Minute vor dem Ende krönte Cermak seine starke Leistung schließlich mit einem Rückhandtreffer zum Hattrick und stellte den 7:3-Endstand her.

Spiel fünf am Faschingsdienstag im Icedome

Am Faschingsdienstag, den 17. Februar, steht nun um 20 Uhr Spiel fünf an – dank des Serienstandes von 3:1 für Schweinfurt sogar mit der Chance auf den Halbfinaleinzug für die Mighty Dogs. Ein weiterer Sieg würde den Sprung in die nächste Runde bedeuten. Der TEV Miesbach hingegen steht mit dem Rücken zur Wand und wird alles daransetzen, die Serie noch einmal zu verlängern. Die Fans dürfen sich auf eine intensive und hochspannende Partie freuen.

STATISTIK

Tore

  • 0:1 (03:24) – ERV Schweinfurt: Kevin Adam (Assist: Lukas Krumpe, Alexander Diel)

  • 0:2 (12:40) – ERV Schweinfurt: Josef Dana (Assist: Arturs Homjakovs, Daniels Alksnis)

  • 1:2 (24:05) – TEV Miesbach: David Merl (Assist: Pierre Asselin, Felix Feuerreiter)

  • 1:3 (27:25) – ERV Schweinfurt: Josef Dana (PP, 5-4) (Assist: Leon Kleider, Lukas Krumpe)

  • 1:4 (33:41) – ERV Schweinfurt: Tomas Cermak (PP, 5-3) (Assist: Kristers Donins, Daniels Alksnis)

  • 2:4 (50:34) – TEV Miesbach: Kris Pretnar (PP, 5-4)

  • 3:4 (51:27) – TEV Miesbach: Sebastian Kuhn (Assist: Bastian Pölt)

  • 3:5 (54:20) – ERV Schweinfurt: Tomas Cermak (Assist: Kristers Donins, Josef Dana)

  • 3:6 (55:16) – ERV Schweinfurt: Alex Asmus (ENG) (Assist: Kirill Melnikow, Kevin Adam)

  • 3:7 (58:51) – ERV Schweinfurt: Tomas Cermak (Assist: Simon Helmle, Josef Dana)

Strafen

TEV Miesbach: 16 Minuten
ERV Schweinfurt: 12 Minuten

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