solltest du beim Einkochen beachten
Sommerzeit ist Einkochzeit: Aus Erdbeeren, Kirschen, Aprikosen oder anderen Früchten entstehen in vielen Küchen selbst gemachte Konfitüren und Marmeladen. Neben der Qualität der Früchte kommt es dabei auch auf eine weitere Zutat an, die häufig unterschätzt wird: den Gelierzucker.
Anders als gewöhnlicher Haushaltszucker ist Gelierzucker nicht unbegrenzt haltbar. Ein Blick auf das Mindesthaltbarkeitsdatum lohnt sich deshalb, bevor der Inhalt einer älteren Packung im Kochtopf landet.
Warum Gelierzucker mit der Zeit an Wirkung verliert
Gelierzucker enthält neben Zucker auch Pektin. Dieser pflanzliche Gelierstoff sorgt dafür, dass eingekochte Früchte die gewünschte feste beziehungsweise streichfähige Konsistenz erhalten.
Mit der Zeit kann die Wirkung des Pektins allerdings nachlassen. Besonders bei deutlich überschrittenem Mindesthaltbarkeitsdatum besteht daher die Möglichkeit, dass die Konfitüre trotz korrekter Zubereitung nicht ausreichend fest wird.
„Ist das Mindesthaltbarkeitsdatum deutlich überschritten, kann es deshalb passieren, dass die Konfitüre nicht richtig fest wird“, erklärt Daniela Krehl, Ernährungsexpertin bei der Verbraucherzentrale Bayern.
Ist abgelaufener Gelierzucker gesundheitsschädlich?
Ein überschrittenes Mindesthaltbarkeitsdatum bedeutet nicht automatisch, dass Gelierzucker unbrauchbar oder gesundheitsschädlich ist. Nach Angaben der Verbraucherzentrale Bayern besteht durch den abgelaufenen Gelierzucker selbst kein Gesundheitsrisiko.
Entscheidend ist allerdings, dass das Produkt ordnungsgemäß gelagert wurde und keine Anzeichen von Feuchtigkeit, Schimmel oder Schädlingsbefall aufweist. Problematisch ist bei älterem Gelierzucker vor allem die möglicherweise nachlassende Gelierkraft.
Gelierprobe zeigt, ob die Konfitüre fest wird
Ob älterer Gelierzucker noch ausreichend wirkt, kannst du mit einer einfachen Gelierprobe überprüfen. Gib dafür etwas von der heißen Fruchtmasse auf einen kleinen Teller und lasse sie kurz abkühlen.
Wird die Masse fest beziehungsweise deutlich dickflüssiger, besitzt der Gelierzucker noch ausreichend Gelierkraft. Bleibt sie dagegen flüssig, kannst du versuchen, mit etwas Zitronensaft oder zusätzlichem Geliermittel nachzuhelfen.
Gelierzucker muss nicht sofort entsorgt werden
Auch wenn die Gelierkraft für Marmelade oder Konfitüre nicht mehr ausreicht, muss der Zucker nicht gleich im Abfall landen. Nach Angaben der Verbraucherzentrale Bayern lässt er sich beispielsweise noch für Kompott oder Tortenguss verwenden.
Wer regelmäßig einkocht, sollte Gelierzucker grundsätzlich trocken lagern und ältere Packungen zuerst verbrauchen. So lässt sich vermeiden, dass frisch gekochte Konfitüre am Ende zu flüssig bleibt.
