Vom 1. bis 10. Mai gehen Kinder in ganz Deutschland wieder auf die Straße: Mit Fahrraddemonstrationen macht das Aktionsbündnis „Kidical Mass“ auf die fehlende Verkehrssicherheit aufmerksam.
Das Ziel ist klar: Kinder sollen sich sicher und selbstständig zu Fuß oder mit dem Fahrrad im Straßenverkehr bewegen können. Trotz Verbesserungen in der Straßenverkehrsordnung (StVO) komme die Umsetzung entsprechender Maßnahmen nur schleppend voran, kritisieren die Initiatoren.
Noch immer sehen sich viele Eltern gezwungen, ihre Kinder mit dem Auto zur Schule oder Kita zu bringen – aus Sorge um deren Sicherheit. Dies führe zu mehr Verkehr und verschärfe die Situation zusätzlich.
Forderungen für mehr Sicherheit
Das Bündnis stellt klare Forderungen an Politik und Kommunen:
- Einführung von Schulstraßen nach internationalem Vorbild
- Mehr Tempo-30-Zonen, besonders rund um Schulen und Kitas
- Ausbau sicherer Rad- und Fußwegenetze
- Konsequente Nutzung der bestehenden rechtlichen Möglichkeiten
Klare Botschaften der Initiatoren
Simone Kraus, Mitinitiatorin der Kidical Mass, betont:
„Kinder haben ein Recht darauf, sich sicher und selbstständig zu bewegen.“
Auch Christiane Rohleder, Bundesvorsitzende des VCD, fordert:
„Schulstraßen müssen zum Standard werden.“
Die Initiatoren verweisen zudem auf internationale Vorbilder wie Paris, Gent und Utrecht, wo bereits konsequent auf kindgerechte Verkehrskonzepte gesetzt wird.
Bewegung mit wachsender Unterstützung
Die Kidical Mass ist Teil einer weltweiten Bewegung und wird in Deutschland von mehr als 400 lokalen Initiativen getragen. Unterstützt wird das Bündnis unter anderem vom ADFC, dem Deutschen Kinderhilfswerk und weiteren Organisationen.
Mit den Aktionen wollen die Beteiligten ein deutliches Signal senden:
Für kinderfreundliche Städte und mehr Sicherheit im Straßenverkehr – und zwar jetzt.
Weitere Informationen und Aktionsorte:
https://kinderaufsrad.org/