Banner der Bürgerinitiative Trassengegner mit Schriftzug ‚Wir klagen gegen den SuedLink‘ aus dem Raum Bergrheinfeld bei Schweinfurt
Bürgerinitiative Bergrheinfeld klagt gegen den Planfeststellungsbeschluss zum SuedLink

Klage gegen Stromtrasse Südlink: BI Bergrheinfeld geht vor Bundesverwaltungsgericht vor

Bergrheinfeld -

Die Bürgerinitiative (BI) Bergrheinfeld e.V. hat als anerkannte Umweltvereinigung Klage gegen den Planfeststellungsbeschluss für die Stromtrasse Südlink im bayerischen Abschnitt eingereicht. Zuständig ist das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig.

Die Klage erfolgt im Rahmen eines länderübergreifenden Zusammenschlusses von Bürgerinitiativen aus Bayern, Hessen und Thüringen, die sich im sogenannten Aktionsbündnis Trassengegner organisiert haben. Finanziert wird das Verfahren durch mehrere beteiligte Initiativen. Juristisch vertreten wird die BI Bergrheinfeld von der Kanzlei Baumann aus Würzburg.

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Nach Angaben der Initiativen sei der Planfeststellungsbeschluss aus ihrer Sicht aufgrund formeller und inhaltlicher Mängel nicht bestandsfähig. Gleichzeitig fordern sie eine erneute politische und fachliche Bewertung des Übertragungsnetzausbaus und der zugrunde liegenden Bedarfsannahmen.

Kritik an Netzausbau und Umweltauswirkungen

Im Rahmen der Pressemitteilung äußern die beteiligten Bürgerinitiativen erneut grundsätzliche Kritik an Umfang, Kosten und Umweltfolgen des Südlink-Projekts. Sie sehen insbesondere Risiken für Boden, Wasser, Natur und landwirtschaftliche Flächen sowie eine aus ihrer Sicht unzureichende Prüfung alternativer Lösungsansätze.

Als Beispiele benennen sie Schäden an bestehenden Baustellen von Erdkabeltrassen, unter anderem durch Eingriffe in die Bodenstruktur, mögliche Belastungen des Grundwassers bei Bohrverfahren sowie Beeinträchtigungen von Schutzgebieten.

Zudem kritisieren sie die kalkulierten Kosten des Gesamtprojekts und befürchten eine steigende Belastung der Stromverbraucher durch den Ausbau der Übertragungsnetze.

Eigentümer und Enteignungsfragen

Neben den Umweltargumenten weist die Bürgerinitiative auch auf den Widerstand von Grundstückseigentümern hin, die im betroffenen Trassenbereich Enteignungen oder Einschränkungen ihrer Flächen befürchten. In manchen Fällen seien bisher keine Grunddienstbarkeiten eingetragen worden, dennoch lägen Betretungsanfragen oder Bauplanungen vor.

Online-Pressekonferenz angekündigt

Im Zusammenhang mit der Klage ist eine Online-Pressekonferenz für Mittwoch, 26. November 2025, um 11 Uhrangekündigt.
Dort sollen Details zur Klage erläutert und Hintergründe zur Kritik am Südlink vorgestellt werden. Als Ansprechpartnerin nennt das Aktionsbündnis Dörte Hamann.

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