Vor der konstituierenden Sitzung Mitte Mai stellt sich der neu gewählte Kreistag organisatorisch neu auf. Hintergrund sind veränderte Mehrheitsverhältnisse, die eine enge Zusammenarbeit über Parteigrenzen hinweg erforderlich machen.
Die Fraktion der CSU sowie das Bündnis aus SPD, Freien Wählern und Grünen haben sich darauf verständigt, zentrale Fragen für den Start der neuen Wahlperiode gemeinsam zu klären. Ziel ist es, bereits in der ersten Sitzung die Grundlage für eine stabile und effiziente Arbeit des Kreistags in den kommenden sechs Jahren zu schaffen.
Fokus auf Stabilität und Zusammenarbeit
Neben Personalentscheidungen stehen auch organisatorische Themen im Mittelpunkt. Dazu zählen insbesondere Anpassungen bei Satzung und Geschäftsordnung. Die bestehende Ausschussstruktur soll dabei weitgehend erhalten bleiben. Lediglich der Kreisentwicklungsausschuss soll künftig mit dem Kreisausschuss zusammengelegt werden.
Auch die Zahl der stellvertretenden Landräte bleibt unverändert bei drei.
Kandidaten für die Stellvertretung
Für die Positionen der stellvertretenden Landräte bewerben sich:
- Manuel Kneuer (CSU, 34, Gochsheim) – Kandidat für die erste Stellvertretung
- Stefan Rottmann (SPD, 39, Schonungen)
- Thomas Vizl (Grüne, 68, Gerolzhofen)
Während Vizl das Amt bereits in der laufenden Amtszeit innehatte, bringen Kneuer und Rottmann ebenfalls umfangreiche kommunalpolitische Erfahrung mit.
Kneuer ist seit 2020 Erster Bürgermeister in Gochsheim und seit sechs Jahren Mitglied des Kreistags. Zudem engagiert er sich auf verschiedenen Ebenen in der Kommunalpolitik.
Rottmann ist seit 2012 Bürgermeister von Schonungen und war zuletzt Fraktionsvorsitzender im Kreistag. Darüber hinaus war er in mehreren regionalen Gremien aktiv.
Wechsel in der Stellvertreter-Riege
Nicht mehr Teil der Stellvertreter werden künftig Bettina Bärmann (Freie Wähler) und Christine Bender (CSU)sein. Beide sollen jedoch weiterhin wichtige Aufgaben im Landkreis übernehmen.
Landrat Florian Töpper würdigte die bisherige Zusammenarbeit und betonte die Bedeutung eines konstruktiven Miteinanders im neuen Kreistag.
Neue Mehrheiten erfordern Umdenken
Das Wahlergebnis vom 8. März macht deutlich, dass sich die Kräfteverhältnisse verändert haben. Eine klassische Mehrheit besteht nicht mehr, was eine stärkere Abstimmung zwischen den Fraktionen notwendig macht.
„Stabil, verlässlich aber auch dynamisch soll es im Landkreis Schweinfurt weitergehen“, erklärte Stefan Rottmann.
Auch Manuel Kneuer betonte die Bedeutung einer überparteilichen Zusammenarbeit: „Gerade zu Beginn einer neuen Wahlperiode ist es wichtig, Verantwortung gemeinsam zu übernehmen.“
Weitere Entscheidungen folgen
Die genaue Besetzung von Ausschüssen, Zweckverbänden und Verwaltungsräten wird in den kommenden Tagen abgestimmt. Dabei sollen auch kleinere Gruppierungen angemessen berücksichtigt werden.
Die endgültigen Entscheidungen trifft der Kreistag in seiner konstituierenden Sitzung Mitte Mai.
