Rehkitz im hohen Gras im Landkreis Schweinfurt während der Brut- und Setzzeit im Frühjahr
Ein Rehkitz im hohen Gras: Während der Brut- und Setzzeit sind Jungtiere besonders auf Ruhe und Schutz angewiesen. Symbolfoto: KI-generiert

Landkreis Schweinfurt: Schutz von Wildtieren in der Brut- und Setzzeit besonders wichtig

Lkr. Schweinfurt -

Mit den steigenden Temperaturen beginnt im Landkreis Schweinfurt die sensible Brut- und Setzzeit der heimischen Wildtiere. In diesen Wochen sind viele Tiere mit der Aufzucht ihres Nachwuchses beschäftigt – eine Phase, in der bereits kleine Störungen schwerwiegende Folgen haben können.

Vögel brüten in Hecken, Bäumen oder am Boden, während Rehe, Hasen und Wildschweine ihre Jungtiere zur Welt bringen. Gerade diese sind besonders schutzbedürftig. Werden sie gestört – etwa durch Spaziergänger oder freilaufende Hunde – kann dies für die Tiere lebensgefährlich sein.

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Die Untere Naturschutzbehörde am Landratsamt Schweinfurt appelliert daher an alle Bürgerinnen und Bürger, sich in den kommenden Monaten besonders rücksichtsvoll zu verhalten.

„Wichtig ist vor allem, auf den Wegen zu bleiben und Hunde – insbesondere in Waldnähe und auf Wiesen – an der Leine zu führen. Wer ein Jungtier entdeckt, sollte Abstand halten und sich ruhig zurückziehen“, erklärt Philipp Keller, Leiter der Unteren Naturschutzbehörde.

Viele Jungtiere setzen auf Tarnung statt Flucht. Rehkitze oder Junghasen liegen oft regungslos im hohen Gras und wirken verlassen. Tatsächlich befinden sich die Muttertiere meist in der Nähe und kehren regelmäßig zurück.

Kommt es jedoch zu Störungen, kann das gravierende Folgen haben: Jungtiere werden von ihren Müttern getrennt, geraten in Stress oder verlassen zu früh ihren geschützten Rückzugsort.

Besonders wichtig ist daher:

  • Wege nicht verlassen
  • Hunde anleinen
  • Jungtiere nicht anfassen oder mitnehmen

Die ersten Junghasen werden bereits ab Ende Februar geboren, Rehkitze folgen ab Ende April. Auch Wildschweine ziehen im Frühjahr ihren Nachwuchs im Unterholz auf. Vögel brüten sowohl in Bäumen als auch in der Feldflur.

Zusätzlich gilt von März bis September ein besonderer Schutz für Gehölze: Hecken und Sträucher dürfen in dieser Zeit nur vorsichtig gepflegt, aber nicht vollständig entfernt oder stark zurückgeschnitten werden – ein wichtiger Beitrag zum Artenschutz.

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