Die Siegesserie vor heimischer Kulisse geht weiter: Auch gegen die River Rats aus Geretsried blieben die Mighty Dogs ungeschlagen und verteidigten damit ihre weiße Weste im Icedome. Durch den Erfolg sicherten sich die Schweinfurter drei wichtige Punkte und verbesserten ihre Position in der Bayernliga-Tabelle.

Personell konnte der ERV nahezu aus dem Vollen schöpfen. Lediglich Lucas Kleider fehlte. Mit Michael Adam, Julien Klein und Leon Klein standen zudem drei Förderlizenzspieler im Aufgebot.
Fehlstart: Mighty Dogs liegen früh mit 0:2 zurück
Die Gäste aus Geretsried waren erst rund eine Stunde vor Spielbeginn im Icedome eingetroffen. Von Müdigkeit war bei den River Rats allerdings nichts zu erkennen.
Bereits nach 90 Sekunden brachte Oliver Ott die Gäste in Führung. Bei angezeigter Strafe gegen Ricards Bernhards traf er durch die Beine von Schweinfurts Torhüter Benedict Roßberg zum 0:1.
Nur gut drei Minuten später folgte der nächste Rückschlag. David Egle tauchte allein vor dem Schweinfurter Tor auf, umkurvte den herausgeeilten Roßberg und schob zum 0:2 ein.
Die Mighty Dogs brauchten einige Minuten, um sich von diesem frühen Doppelschlag zu erholen. Anschließend fanden sie besser in die Begegnung und erspielten sich erste Möglichkeiten.
In der 13. Spielminute nutzte Ondrej Nedved eine Überzahlsituation. Nur zwölf Sekunden nach der Strafzeit gegen Geretsrieds Josef Reiter traf er von der blauen Linie zum 1:2.
Doch die Gäste schlugen erneut zu. Gunars Skvorcovs stellte in der 17. Minute den alten Zwei-Tore-Abstand wieder her. Mit einem 1:3-Rückstand verabschiedeten sich die Schweinfurter in die erste Drittelpause.
Schweinfurt kämpft sich eindrucksvoll zurück
Im zweiten Spielabschnitt zeigte sich ein anderes Bild. Die Mighty Dogs übernahmen zunehmend die Spielkontrolle und setzten Geretsried unter Druck.
In der 27. Minute verkürzte Ricards Bernhards auf 2:3. Der Treffer gab den Schweinfurtern zusätzlichen Auftrieb.
Nur gut drei Minuten später war der Ausgleich perfekt. Lukas Krumpe zog von der blauen Linie ab und überwand Geretsrieds Torhüter Korbinian Sertl zum 3:3.
Die Mighty Dogs hatten nun die Möglichkeit, das Spiel vollständig zu drehen. Besonders Tomas Cermak sorgte für Gefahr. Selbst in Unterzahl kam er zu zwei hochkarätigen Torchancen, scheiterte allerdings am starken Sertl.
So blieb es nach 40 Minuten beim 3:3. Die Entscheidung musste im Schlussdrittel fallen.
Vier Tore in 217 Sekunden entscheiden die Partie
Im letzten Drittel bestimmten die Mighty Dogs zunehmend das Geschehen. Die Schweinfurter erspielten sich zahlreiche Torchancen, doch Geretsrieds Schlussmann Korbinian Sertl verhinderte zunächst die Führung.
Erst in der 54. Spielminute platzte der Knoten.
Dominik Piskor eroberte im gegnerischen Drittel die Scheibe und bediente den freistehenden Kevin Heckenberger. Dieser ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen und erzielte das viel umjubelte 4:3.
Was anschließend folgte, verwandelte den Icedome innerhalb weniger Minuten in ein Tollhaus.
Nur 101 Sekunden nach dem Führungstreffer erhöhte Ricards Bernhards auf 5:3. Nach Vorarbeit von Kristers Donins startete der Stürmer aus der eigenen Zone, ließ seinen Gegenspieler stehen und überwand Sertl.
Weitere 90 Sekunden später war Dominik Piskor erneut als Vorbereiter zur Stelle. Über die rechte Außenbahn brachte er die Scheibe zu Tomas Cermak, der zum 6:3 vollendete.
Den Schlusspunkt setzte Ricards Bernhards. In Überzahl verwertete er einen von der Bande zurückspringenden Puck zum 7:3-Endstand.
Damit gelang dem Stürmer sein dritter Treffer an diesem Abend.
Bemerkenswert: Zwischen dem 4:3 durch Kevin Heckenberger und dem 7:3 durch Ricards Bernhards lagen gerade einmal drei Minuten und 37 Sekunden. Vier Tore in 217 Sekunden entschieden die Partie endgültig zugunsten der Mighty Dogs.
Sieg fällt deutlicher aus, als der Spielverlauf vermuten lässt
Das Endergebnis von 7:3 lässt einen souveränen Schweinfurter Erfolg vermuten. Tatsächlich verlangte der ESC Geretsried den Mighty Dogs über weite Strecken einiges ab.
Vor allem im ersten Drittel präsentierten sich die Gäste entschlossen und nutzten ihre Möglichkeiten konsequent.
Auf der anderen Seite erspielten sich die Schweinfurter im weiteren Spielverlauf zahlreiche hochkarätige Chancen. Ohne die starke Leistung von Geretsrieds Torhüter Korbinian Sertl hätte das Ergebnis sogar noch deutlicher ausfallen können.
Entscheidend waren letztlich die Leistungssteigerung nach dem ersten Drittel und die enorme Effektivität in der Schlussphase.
Mit dem Erfolg bleiben die Mighty Dogs im heimischen Icedome in der laufenden Saison weiterhin ungeschlagen.
Spielstatistik: ERV Schweinfurt – ESC Geretsried 7:3
Drittelergebnisse: 1:3 | 2:0 | 4:0
Alle Tore im Überblick
| Zeit | Spielstand | Torschütze | Vorlagen |
|---|---|---|---|
| 01:30 | 0:1 | Oliver Ott (Geretsried) | M. Hüsken |
| 04:43 | 0:2 | David Egle (Geretsried) | – |
| 12:15 | 1:2 | Ondrej Nedved (Schweinfurt/ÜZ) | J. Dana, D. Piskor |
| 16:50 | 1:3 | Gunars Skvorcovs (Geretsried) | D. Soukup, M. Kristic |
| 26:28 | 2:3 | Ricards Bernhards (Schweinfurt) | R. Alksnis, K. Heckenberger |
| 29:49 | 3:3 | Lukas Krumpe (Schweinfurt) | T. Cermak, O. Nedved |
| 53:33 | 4:3 | Kevin Heckenberger (Schweinfurt) | D. Piskor, L. Krumpe |
| 55:14 | 5:3 | Ricards Bernhards (Schweinfurt) | K. Donins, R. Alksnis |
| 56:44 | 6:3 | Tomas Cermak (Schweinfurt) | D. Piskor |
| 57:10 | 7:3 | Ricards Bernhards (Schweinfurt/ÜZ) | T. Cermak, R. Alksnis |
Weitere Spieldaten
| Statistik | Ergebnis |
|---|---|
| Endstand | 7:3 |
| Drittelergebnisse | 1:3 / 2:0 / 4:0 |
| Strafminuten Schweinfurt | 20 |
| Strafminuten Geretsried | 12 |
| Zuschauer im Icedome | 1.144 |
| Zuschauer über SpradeTV | 200 |
| Erfolgreichster Torschütze | Ricards Bernhards (3 Tore) |
| Siegtreffer | Kevin Heckenberger (53:33) |
Nächstes Spiel der Mighty Dogs am 30. Oktober
Aufgrund einer Spielverlegung haben die Mighty Dogs am Sonntag spielfrei.
Weiter geht es für den ERV Schweinfurt am Freitag, 30. Oktober 2026. Dann müssen die Schweinfurter auswärts beim ESC Dorfen antreten.
Spielbeginn ist um 20 Uhr.
Nach dem nächsten Erfolg im Icedome wollen die Mighty Dogs auch in der Fremde wichtige Punkte sammeln und ihren Aufwärtstrend in der Bayernliga fortsetzen.