**Schweinfurt kämpft sich nach schwachem ersten Drittel zurück – Entscheidung fällt erst in der Schlussminute**
Die Mighty Dogs Schweinfurt sind mit einer Niederlage in die neue Saison gestartet. Beim HC Landsberg unterlag der ERV am Samstagabend vor 1.999 Zuschauern mit 4:6. Dabei bewiesen die Schweinfurter nach einem zwischenzeitlichen 1:4-Rückstand große Moral und kämpften sich im zweiten Drittel bis zum 4:4 zurück.
Rund 250 Fans aus Schweinfurt hatten die Mannschaft nach Landsberg begleitet. Bereits am Nachmittag trafen sich Anhänger beider Teams bei einem Fanfest rund um das Eisstadion, ehe am Abend das erste Bully der neuen Spielzeit anstand.
**Landsberg nutzt schwache Schweinfurter Minuten**
Die Mighty Dogs konnten mit komplettem Kader antreten. Leon Pöhlmann begann im Schweinfurter Tor, auf Landsberger Seite stand Moritz Borst zwischen den Pfosten.
Schweinfurt startete zunächst gut in die Partie. Ricards Bernhards hatte früh die erste große Chance, scheiterte jedoch an Borst.
Fast im direkten Gegenzug ging Landsberg in Führung. Frantisek Wagner traf nach 3:08 Minuten zum 1:0.
Die Antwort der Mighty Dogs folgte im Powerplay. Kapitän Kevin Heckenberger verwertete einen Zuspiel von Alex Asmus und Kristers Donins in der neunten Minute zum 1:1.
Danach geriet Schweinfurt jedoch innerhalb weniger Minuten völlig aus dem Tritt. Mika Reuter brachte Landsberg in der 14. Minute erneut in Führung, nur 99 Sekunden später erhöhte Victor Östling auf 3:1.
Weitere 29 Sekunden danach traf Raivo Freidenfelds zum 4:1.
Trainer Sergej Waßmiller reagierte mit einer Auszeit und wechselte zudem den Torhüter. Benny Roßberg übernahm für Leon Pöhlmann, der bei den Gegentreffern von seiner Defensive weitgehend allein gelassen worden war.
**Drei Tore in gut drei Minuten**
In der ersten Pause stellte das Schweinfurter Trainerteam die Reihen um. Lange Zeit blieb der erhoffte Effekt allerdings aus.
Erst in der Schlussphase des zweiten Drittels drehten die Mighty Dogs auf.
Kristers Donins verkürzte in der 35. Minute auf 2:4. Nur knapp zwei Minuten später brachte Georg Pinsack die Gäste mit seinem Treffer zum 3:4 endgültig zurück ins Spiel.
Und Schweinfurt setzte nach: Renars Alksnis erzielte bei 37:45 Minuten tatsächlich den 4:4-Ausgleich.
Innerhalb von nur 202 Sekunden hatten die Mighty Dogs einen Drei-Tore-Rückstand aufgeholt und die Partie wieder völlig offen gestaltet.
**Landsberg schlägt im Schlussdrittel zurück**
Im letzten Drittel erwischten allerdings die Gastgeber den besseren Start. Dominic Erdt zog in der 45. Minute vor der Schweinfurter Bank ab und brachte die Riverkings mit 5:4 erneut in Führung.
Danach entwickelte sich eine offene und zunehmend spannende Schlussphase. Die Mighty Dogs drängten auf den erneuten Ausgleich und bekamen kurz vor Schluss noch einmal eine große Gelegenheit.
Rund eine Minute vor dem Ende nahm Schweinfurt Torhüter Benny Roßberg für einen zusätzlichen Feldspieler vom Eis. Gleichzeitig musste ein Landsberger Spieler auf die Strafbank.
Damit konnten die Gäste mit sechs gegen vier Feldspielern angreifen. Landsberg verteidigte den knappen Vorsprung jedoch erfolgreich.
Nur 1,5 Sekunden vor der Schlusssirene traf Raivo Freidenfelds ins verwaiste Schweinfurter Tor und sorgte mit seinem zweiten Treffer des Abends für den 6:4-Endstand.
**250 Schweinfurter Fans unterstützen Mannschaft**
Trotz der Niederlage wurde die Aufholjagd der Mighty Dogs von den mitgereisten Anhängern honoriert. Rund 250 Fans aus Schweinfurt unterstützten die Mannschaft in Landsberg und spendeten auch nach Spielende Applaus.
Nach sechs Siegen in sechs Vorbereitungsspielen musste der ERV damit im ersten Punktspiel die erste Niederlage hinnehmen.
Bereits am kommenden Freitag wartet jedoch das erste Heimspiel der Saison.
Im Schweinfurter Icedome kommt es zum Duell mit dem ERSC Amberg. Die Wild Lions treffen zuvor am Sonntagabend auf den ESC Kempten.
**Die Tore im Überblick**
1:0 Frantisek Wagner (03:08)
1:1 Kevin Heckenberger (08:12, Überzahl)
2:1 Mika Reuter (13:14)
3:1 Victor Östling (14:53)
4:1 Raivo Freidenfelds (15:22)
4:2 Kristers Donins (34:23)
4:3 Georg Pinsack (36:08)
4:4 Renars Alksnis (37:45)
5:4 Dominic Erdt (44:03)
6:4 Raivo Freidenfelds (59:59, Empty Net)
**Strafminuten:** Landsberg 10 – Schweinfurt 8
**Zuschauer:** 1.999 im Hungerbachdom, zusätzlich 403 Zuschauer über SpradeTV
