Das erste von zwei schweren Spielen an diesem Wochenende führte die Mighty Dogs zu den formstarken Riverkings nach Landsberg. Nach der Niederlage gegen Waldkraiburg am vergangenen Sonntag war für die Schweinfurter Wiedergutmachung angesagt – und diese gelang eindrucksvoll. Trotz personeller Rückschläge sicherte sich der ERV drei wichtige Punkte und beendete die Siegesserie der Gastgeber.
Die Ausgangslage war alles andere als einfach: Landsberg ging mit fünf Siegen in Folge, viel Selbstvertrauen und vier vollen Reihen in die Partie. Auf Schweinfurter Seite fehlten dagegen gleich drei Spieler. Petr Pohl stand weiterhin nicht zur Verfügung, zudem mussten Lukas Krumpe und Kevin Adam passen. Doch mit der richtigen Einstellung und großem Kampfgeist lässt sich vieles kompensieren.
Temporeiches erstes Drittel
Von Beginn an entwickelte sich ein Spiel mit hohem Tempo. Die Mighty Dogs agierten sehr aktiv und machten den Riverkings das Leben schwer, mussten jedoch in der siebten Minute den ersten Rückschlag hinnehmen. Victor Östling brachte den Puck von der blauen Linie Richtung Tor, wo Lars Grözinger unhaltbar zum 1:0 abfälschte.
Die Antwort der Schweinfurter ließ jedoch nicht lange auf sich warten. In der ersten Überzahl des Abends erzielte Kevin Heckenberger nach Vorarbeit von Lucas Kleider den verdienten Ausgleich. In der Folge boten beide Teams attraktives Eishockey mit guten Chancen auf beiden Seiten. Torhüter Benny Roßberg sowie Landsbergs Keeper Steve Majher hielten ihre Mannschaften mit starken Paraden im Spiel.
Schweinfurt übernimmt im zweiten Drittel die Kontrolle
Auch im zweiten Drittel setzte die Mannschaft von Headcoach Sergej Waßmiller den Matchplan konsequent um und gewann zunehmend die Oberhand. Bereits nach wenigen Sekunden hatte Josef Dana nach Zuspiel von Tomas Cermak die Führung auf dem Schläger, scheiterte jedoch an Majher.
Das Spiel verlagerte sich überwiegend ins Drittel der Riverkings. Nach einem hohen Stock gegen Renarts Alksnis bot sich den Mighty Dogs zunächst eine Überzahl, wenig später sogar eine doppelte Überzahl. Diese nutzten die Gäste eiskalt: Tomas Cermak leitete die Aktion ein, bediente Arturs Homjakovs, erhielt den Puck zurück und legte quer auf Kristers Donins, der zur 1:2-Führung einschob.
In der verbleibenden Überzahl hatte Georg Pinsack sogar das dritte Tor auf dem Schläger, traf jedoch nur den Pfosten. Kurz vor Drittelende nutzte Landsbergs Mika Reuter einen individuellen Fehler der Schweinfurter und glich zum 2:2 aus.
Entscheidung im Schlussabschnitt
Mit einer Unterzahl starteten die Mighty Dogs in das letzte Drittel, überstanden diese jedoch ohne Gegentor. Wenig später folgte erneut ein Powerplay – und erneut klingelte es im Tor der Gastgeber. Renarts Alksnis zog von der blauen Linie ab, während Alexander Diel dem Torhüter die Sicht nahm: 2:3 für Schweinfurt.
Die rund 25 mitgereisten Fans jubelten wenig später erneut. Donins band mehrere Gegenspieler, legte auf Homjakovs ab, dessen Schuss Majher noch parierte. Doch die Mighty Dogs setzten konsequent nach, eroberten den Puck zurück und Tomas Cermak erhöhte auf 2:4.
Landsberg gab sich nicht geschlagen und verkürzte durch Diebolder nochmals auf 3:4. In der Schlussphase wurde es spannend, doch der ERV verteidigte konzentriert und ließ auch beim gezogenen Torhüter keinen weiteren Treffer mehr zu.
Ausblick
Eine geschlossene und kämpferisch überzeugende Leistung der Mighty Dogs, die sich trotz dünnem Kader mit drei wichtigen Auswärtspunkten belohnten. Bereits am Sonntag, 11. Januar, wartet die nächste Herausforderung: Mit dem EHC Königsbrunn reist der direkte Verfolger in den Schweinfurter Icedome. Spielbeginn ist um 18 Uhr – beste Voraussetzungen für ein spannendes Spitzenspiel.
Statistik
Tore:
05:47 – 1:0 Grözinger (HCL)
10:20 – 1:1 Heckenberger (ERV, 5-4)
30:01 – 1:2 Donins (ERV, 5-3)
36:58 – 2:2 Reuter (HCL)
43:29 – 2:3 Alksnis (ERV, 5-4)
45:28 – 2:4 Cermak (ERV)
50:39 – 3:4 Diebolder (HCL)
Strafen:
Landsberg 12 Minuten – Schweinfurt 10 Minuten
