Eishockeyspieler der Mighty Dogs Schweinfurt im weißen Trikot vor dem Tor der Waldkraiburger Löwen. Im Vordergrund steht Ricards Bernhards mit der Rückennummer 97.
Die Mighty Dogs Schweinfurt mussten sich am Freitagabend bei den Waldkraiburger Löwen mit 3:7 geschlagen geben. Ricards Bernhards (Nr. 97) erzielte zwei Treffer für den ERV. Foto: Mighty Dogs

Mighty Dogs verlieren 3:7 in Waldkraiburg: Chancenverwertung bleibt großes Problem

Schweinfurt - Die Mighty Dogs Schweinfurt haben auch ihr Auswärtsspiel bei den Waldkraiburger Löwen verloren. Trotz zahlreicher Torchancen und zweier Treffer von Ricards Bernhards unterlag der ERV mit 3:7. Besonders die mangelnde Chancenverwertung und die konsequente Offensive der Gastgeber entschieden die Partie.

Die Mighty Dogs Schweinfurt mussten am Freitagabend, 16. Oktober 2026, in der Eishockey-Bayernliga die nächste Niederlage hinnehmen. Bei den Waldkraiburger Löwen verlor die Mannschaft von Trainer Sergej Waßmiller mit 3:7.

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Dabei fiel das Ergebnis deutlicher aus, als es der Spielverlauf über weite Strecken vermuten ließ. Die Schweinfurter erarbeiteten sich zahlreiche Möglichkeiten, konnten diese jedoch erneut nicht konsequent nutzen.

Im Kader standen erstmals Neuzugang Dominik Piskor sowie die Förderlizenzspieler Julien Klein, Leon Klein und Michael Adam. Auch Pavel Bares kehrte zurück. Clemens Schulze ersetzte den beruflich verhinderten Torhüter Benny Roßberg im Aufgebot.

Waldkraiburg nutzt seine Chancen im ersten Drittel konsequent

Trotz einer verspäteten Ankunft fanden die Mighty Dogs gut in die Begegnung. Bereits nach elf Sekunden prüfte Renars Alksnis den Waldkraiburger Torhüter Tobias Sickinger mit einem gefährlichen Schuss.

Doch die Gastgeber zeigten sich vor dem Tor wesentlich effektiver.

In der dritten Spielminute brachte der frühere Schweinfurter Jakub Sramek die Löwen mit 1:0 in Führung. In der elften Minute erhöhte er mit einem Distanzschuss auf 2:0.

Die Mighty Dogs reagierten umgehend. Nach einer Kombination über Kristers Donins und Tomas Cermak traf Ricards Bernhards nur 41 Sekunden später zum 2:1.

In der Folge entwickelte sich eine weitgehend ausgeglichene Partie. Schweinfurt erspielte sich Möglichkeiten, ließ jedoch erneut die nötige Präzision im Abschluss vermissen.

Statt des Ausgleichs fiel in der 16. Minute das 3:1 für Waldkraiburg. Dejan Vogl lenkte den Puck an ERV-Torhüter Leon Pöhlmann vorbei ins Netz.

Mighty Dogs vergeben im zweiten Drittel zahlreiche Möglichkeiten

Der zweite Spielabschnitt begann für die Schweinfurter mit einer Überzahlsituation. Jakub Sramek musste wegen Stockschlags auf die Strafbank.

Doch auch dieses Powerplay blieb ohne Torerfolg.

Im weiteren Verlauf hatten die Mighty Dogs mehrere gute Möglichkeiten, den Rückstand zu verkürzen. Unter anderem scheiterte Dimitri Litesov nach einem Zuspiel von Tomas Cermak aus aussichtsreicher Position an Torhüter Sickinger.

Auch Ricards Bernhards konnte eine Gelegenheit in Unterzahl nicht nutzen.

Mit zunehmender Spieldauer wurde die Begegnung körperbetonter. Auf beiden Seiten häuften sich Strafzeiten wegen übertriebener Härte.

Trotz längerer Druckphasen der Schweinfurter blieb das zweite Drittel torlos. Waldkraiburg verteidigte seinen Zwei-Tore-Vorsprung und ging mit einer 3:1-Führung in den Schlussabschnitt.

Bernhards bringt Schweinfurt noch einmal heran

Auch zu Beginn des Schlussdrittels konnten die Mighty Dogs eine Überzahlsituation nicht nutzen.

In der 49. Minute keimte jedoch neue Hoffnung auf. Ricards Bernhards erzielte seinen zweiten Treffer des Abends und verkürzte auf 3:2.

Plötzlich schien die Partie wieder offen.

Doch die Freude hielt nicht lange an. In der 53. Minute stellte Leon Decker nach einem unglücklich versprungenen Puck den alten Abstand wieder her.

Nur knapp zwei Minuten später erhöhte Dejan Vogl in Überzahl auf 5:2.

Die Schweinfurter gerieten anschließend weiter unter Druck und mussten zeitweise sogar in doppelter Unterzahl spielen. Diese Phase überstand die Mannschaft allerdings ohne weiteren Gegentreffer.

Josef Dana trifft in Unterzahl – Löwen entscheiden Partie spät

In der 57. Minute gelang den Mighty Dogs noch einmal ein Treffer.

Ricards Bernhards bereitete in Unterzahl eine Gelegenheit für Josef Dana vor, der den Puck zum 5:3 ins Tor beförderte.

Die Schweinfurter versuchten anschließend alles, um noch einmal heranzukommen.

Rund eine Minute vor Spielende nahm Trainer Sergej Waßmiller Torhüter Leon Pöhlmann zugunsten eines zusätzlichen Feldspielers vom Eis.

Die Löwen nutzten diese Situation jedoch eiskalt. Bereits wenige Sekunden später traf Leon Decker ins leere Schweinfurter Tor zum 6:3.

Zwölf Sekunden vor der Schlusssirene setzte Saku Ovaska mit dem Treffer zum 7:3 den Schlusspunkt.

Chancenverwertung bleibt die größte Baustelle

Obwohl die Mighty Dogs im Vergleich zu den vergangenen Begegnungen über weite Strecken konzentrierter auftraten, offenbarte die Partie erneut die offensiven Probleme der Mannschaft.

Die Schweinfurter konnten sich regelmäßig im gegnerischen Drittel festsetzen, brachten den Puck jedoch zu selten im Tor unter.

Auch die Überzahlsituationen blieben diesmal ohne Erfolg.

Waldkraiburg zeigte dagegen eine deutlich höhere Effizienz und bestrafte Fehler im Schweinfurter Spiel konsequent.

Besonders Ricards Bernhards überzeugte mit zwei Treffern und einer Torvorlage, konnte die deutliche Niederlage aber nicht verhindern.

Am Sonntag empfangen die Mighty Dogs die Peißenberg Miners

Viel Zeit zur Aufarbeitung bleibt den Schweinfurtern nicht.

Bereits am Sonntag, 18. Oktober 2026, steht das nächste Heimspiel auf dem Programm.

Um 18 Uhr empfangen die Mighty Dogs die Peißenberg Miners im Schweinfurter Icedome.

Mit Ilya Zheltakov steht bei den Gästen ein weiterer offensiv gefährlicher Akteur im Aufgebot.

Vor heimischem Publikum will die Mannschaft von Trainer Sergej Waßmiller ihre Chancen konsequenter nutzen und wieder Punkte sammeln.

Spielstatistik: Waldkraiburger Löwen – Mighty Dogs Schweinfurt 7:3

Drittelergebnisse: 3:1 / 0:0 / 4:2

Tore für Schweinfurt:

  • 11:13 – Ricards Bernhards (Vorlagen: Tomas Cermak, Kristers Donins)
  • 48:10 – Ricards Bernhards (Vorlagen: Alksnis, Tomas Cermak)
  • 56:25 – Josef Dana (Unterzahl, Vorlage: Alksnis)

Tore für Waldkraiburg:

  • 02:39 – Jakub Sramek
  • 10:32 – Jakub Sramek
  • 15:52 – Dejan Vogl
  • 52:20 – Leon Decker
  • 54:13 – Dejan Vogl (Überzahl)
  • 59:06 – Leon Decker (Empty Net)
  • 59:49 – Saku Ovaska

Strafminuten: Waldkraiburg 18 Minuten, Schweinfurt 22 Minuten.

Highlights und Pressekonferenz zur Partie gibt es bei SpradeTV.

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