Anwohnerin beobachtet Mann beim Feuerlegen
Gegen 5:30 Uhr bemerkte eine 38-jährige Anwohnerin in der Bachstraße einen zunächst unbekannten Mann, der nach Angaben der Polizei an der Fassade eines benachbarten Wohnhauses ein Feuer entfachte.
Die Frau sprach den Mann daraufhin an. Nach einem kurzen Gespräch entfernte sich dieser vom Tatort.
Die alarmierte Polizeiinspektion Schweinfurt nahm den Sachverhalt auf und leitete Ermittlungen wegen des Verdachts der versuchten Brandstiftung ein.
Auch in der Krummen Gasse wurde Feuer gelegt
Während der polizeilichen Aufnahme des Vorfalls stellte sich heraus, dass es in unmittelbarer Nähe zu einem weiteren mutmaßlichen Brandanschlag gekommen war.
Auch an einem Gebäude in der Krummen Gasse war ein Feuer gelegt worden.
Damit standen gleich zwei Wohnhäuser in Schonungen im Mittelpunkt der Ermittlungen.
Glücklicherweise entstand an beiden Objekten nach bisherigen Polizeiangaben nur geringer Sachschaden.
Wie hoch der Schaden tatsächlich ausfällt, ist noch Gegenstand der laufenden Ermittlungen.
Zeugin entdeckt Tatverdächtigen erneut
Nach Bekanntwerden der beiden Vorfälle leitete die Polizei umgehend Fahndungsmaßnahmen ein.
Noch während der Suche machte die 38-jährige Zeugin eine weitere entscheidende Beobachtung.
Sie entdeckte den mutmaßlichen Täter erneut, diesmal im Bereich einer Bank in der Hauptstraße von Schonungen.
Die Polizei konnte daraufhin einen 61-jährigen deutschen Staatsangehörigen vorläufig festnehmen.
Die Hinweise der Anwohnerin spielten somit eine wesentliche Rolle bei der schnellen Festnahme des Tatverdächtigen.
Ermittlungsrichter ordnet Untersuchungshaft an
Nach der Festnahme wurde die Staatsanwaltschaft Schweinfurt eingeschaltet.
Auf deren Weisung führten die Ermittler den 61-Jährigen am Montag (26. Oktober 2026) einem Ermittlungsrichter am Amtsgericht Schweinfurt vor.
Dieser erließ einen Untersuchungshaftbefehl wegen des dringenden Verdachts der versuchten schweren Brandstiftung.
Anschließend wurde der Mann in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.
Polizei ermittelt zu Hintergründen der Brandstiftungen
Warum der 61-Jährige die beiden Wohnhäuser mutmaßlich in Brand setzen wollte, ist bislang nicht bekannt.
Auch zu einem möglichen Zusammenhang zwischen dem Verdächtigen und den betroffenen Gebäuden liegen derzeit keine weiteren Informationen vor.
Die Ermittlungen der Polizei und der Staatsanwaltschaft Schweinfurt dauern an.
Für den 61-jährigen Beschuldigten gilt bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung die Unschuldsvermutung.