28. Mai 2024

Gerlach fördert Schutz von Kindern vor klimawandelbezogenen Gesundheitsgefahren

Foto: StMD
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Region – Bayerns Gesundheits- und Präventionsministerin Judith Gerlach fördert den Schutz der Gesundheit von Kindern im Zuge des Klimawandels. Anlässlich des Beginns des Projektes „Hilfestellung zu Klimaanpassungsmaßnahmen in Einrichtungen der Kindertagesbetreuung sowie heilpädagogischen Tagesstätten – KAMEL“ am 1. Januar 2024 betonte die Ministerin am Mittwoch: „Der Klimawandel wirkt sich schon jetzt spürbar auf die Gesundheit der Menschen in Bayern aus.

Kinder sind besonders von den klimatischen Veränderungen betroffen

In Zukunft wird sich das beispielsweise aufgrund einer zunehmenden Anzahl von Hitzewellen weiter verstärken. Dabei sind vor allem auch Kinder betroffen, die durch die klimatischen Veränderungen in besonderem Maße gesundheitlich belastet werden.“

Gerlach ergänzte: „Um besonders Kinder zu schützen, haben wir zum 1. Januar das Projekt ‚KAMEL‘ auf den Weg gebracht. Damit bieten wir Einrichtungen der Kindertagesbetreuung sowie heilpädagogischen Förderstätten wichtige Hilfestellungen, wie wir die Kleinsten am besten vor den gesundheitlichen Gefahren durch den Klimawandel schützen.“

Die Ministerin erklärte: „Ziel ist es, vorrangig das pädagogische Personal in Kindertageseinrichtungen und heilpädagogischen Tagesstätten in den Maßnahmen zur Klimaanpassung zu schulen und damit in ihrer Arbeit und Fürsorgepflicht die klimawandelbedingten gesundheitlichen Auswirkungen bei den ihnen anvertrauten Kindern zu reduzieren. Das pädagogische Personal soll dann über genügend Wissen sowohl im Bereich Hitze- als auch UV-Schutz verfügen, um geeignete Maßnahmen für diese besonders vulnerable Zielgruppe einleiten zu können.“

Gegen Gesundheitsgefahren wappnen

Gerlach unterstrich: „Wir müssen uns gegen die Gesundheitsgefahren, die durch den Klimawandel drohen, wappnen und für die Problematik sensibilisieren. Mit dem Projekt ‚KAMEL‘ machen wir einen wichtigen Schritt und betreiben Prävention im besten Sinne.“

Im Rahmen des Projekts sollen Interviews mit pädagogischem Personal zum Wissen über die Notwendigkeit von Klimaanpassungs- und Präventionsmaßnahmen sowie zu relevanten, aber bisher nicht zur Verfügung stehenden Informationen zum Thema Gesundheitsschutz im Klimawandel durchgeführt werden. Diese Informationen sollen in einer Online-Schulung zusammengefasst werden.

Die Inhalte der Schulung sollen sowohl als FAQs als auch als Broschüre zusammengefasst und allen Interessierten kostenfrei zur Verfügung gestellt werden. Zudem sollen auch große Einrichtungsträger in einer Online-Veranstaltung über sinnvolle und leicht umsetzbare Maßnahmen in ihren Einrichtungen informiert werden. Zusätzlich sollen sowohl das pädagogische Personal als auch die Träger von Kindertagesstätten in Form eines Symposiums mit Fachvorträgen über die Schulungsmaterialien informiert und für die Thematik sensibilisiert werden.

Das Projekt hat eine Laufzeit vom 01.01.2024 bis 31.12.2025 und wird mit rund 210.000 Euro gefördert. Es wird vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit umgesetzt.